Die Entscheidung teilte gestern Insolvenzverwalter Dr. Paul Fink, der seit acht Monaten eine Lösung für van Netten gesucht hat, den Beschäftigten mit.

"Die Menschen sind zermürbt"

"Die Mitarbeiter hatten schon geahnt, was auf sie zukommt", so Sabine Alker, Sekretärin bei der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG). Beim Abschied der Kollegen voneinander, die zum Teil viele Jahre bei beim Brackeler Unternehmen beschäftigt waren, habe es Tränen gegeben. "Die Menschen sind zermürbt", sagt Alker. Sie hätten die emotionale Achterbahnfahrt auch nicht mehr lange ausgehalten.

Kernteam baut Produktion ab

Der letzte übrig gebliebeneInvestor, nach Informationen unserer Zeitung ein dänischer Süßwarenhersteller, war Anfang letzter Woche abgesprungen. Unter anderem seien ihm die arbeitsrechtlichen Risiken zu groß gewesen, sagt Fink.
Ein Kernteam baut jetzt sukzessive die Produktion ab. Die weitere Abwicklung des Unternehmens und der Verwertungsprozess werden in den kommenden Monaten mit den Gläubigern abgestimmt.

"Wir haben acht Monate alles versucht, alle Beteiligten haben gekämpft, mehr kann man nicht tun", sagt Dr. Paul Fink