Wie das Auto in die Haltestelle einfuhr, konnten Mitarbeiter der Stadtwerke am Samstagmorgen live via Überwachungskamera beobachten.Das Video, das die Überwachungskamera am Samstagmorgen aufzeichnete, stehe jedoch unter Verschluss, so Stadtwerke-Sprecher Wolfgang Herbrand. "Das bekommt nur die Polizei und sonst niemand."

Den Vorfall nannte Herbrand "die absolute Premiere": "Andere Fälle sind mir nicht bekannt", so der Pressesprecher. Wirklich verhindern könne man sie auch nicht: "Gerade an dieser Stelle, wo die Stadtbahnschienen von der Straße abgehen, kann man ja schlecht einen Zaun oder ähnliches aufstellen."

Keine Konsequenzen

Generell seien das Problem nicht die Kreuzungen, sondern der Zustand des Fahrers: "Gegen Alkoholismus kann man nichts machen", so Herbrand. Besondere Sicherheitsmaßnahmen würden nicht durchgeführt.

Der stark alkoholisierte 31-jährige Autofahrer war am frühen Samstagmorgen im Bereich der Deutsch-Luxemburger-Straße auf die Schienen gefahren und hatte seinen Weg rund 800 Meter lang fortgesetzt. Erst in der U-Bahn-Station Barop Parkhaus blieb er stehen. Die Bergung seines Fahrzeugs dauerte fünf Stunden.

Bereits vor zwei Jahren hatte ein ähnlicher Zwischenfall für Aufsehen gesorgt. Damals war ein Autofahrer auf die Gleise der Stadtbahnlinie U43 geraten und im Gleisbett stecken geblieben.