Die Kosten für die Sanierung und Einrichtung übernimmt die Pfarrei St. Ewaldi. Die Miete, die die Stadt Dortmund nach Aplerbeck überweist, kommt einem sozialen Zweck zugute.Zunächst kommt die junge Mutter mit ihren drei Kindern in den Stadtbezirk Aplerbeck, später soll auch der Mann nachkommen.

Kurzes Kennenlernen

Zurzeit ist ein Teil der Familie in einem Wohnheim im Grävendicksfeld in Lütgendortmund untergebracht. "Nächste Wochen holen wir sie ab", sagt Annette Sprenger, die in der katholischen Gemeinde unter anderem auch für den "Eine-Welt-Kreis" zuständig ist. "Entstanden ist die Idee vor gut vier Wochen", erklärt Sprenger. "Da haben wir uns gedacht, wenn doch nur jede Gemeinde eine Familie aufnehmen würde, würde das schon helfen."

Gesagt getan: Eine freie Wohnung im Besitz der Pfarrei stand zur Verfügung - und dann ging alles ganz schnell. Ein Unterstützerkreis wurde gegründet. Der startet am 12. November. "Insgesamt sind wir 16 Personen, die helfen möchten", sagt Annette Sprenger. Wie zum Beispiel mit Deutschunterricht oder bei Behördengängen.

"Wir wissen nicht viel über die Familie", so Sprenger. Nur, dass sie in den letzten drei Monaten fünfmal ihren Aufenthaltsort ändern mussten, keine Ruhe fanden. Dann ein kurzes Kennenlernen, als sich ein Mitarbeiter der Stadt mit der jungen Frau die Wohnung angesehen hat - mehr nicht. "Wir werden alles tun, damit sich die Familie hier wohlfühlt", versichert Pfarrer Ludger Hojenski.