In diesem Jahr soll die Projektgesellschaft Minister Stein aufgelöst werden. Das ist eine gute Nachricht, denn sie bedeutet: Mission erfüllt. Alle zur Verfügung stehenden Flächen der ehemaligen Zeche Minister Stein sind vermarktet.

Die Gesellschaft, die zur einen Hälfte Tochter der Stadt, zur anderen der Ruhrkohle AG ist, wurde 1992 im Nachgang der Internationalen Bauausstellung (IBA) gegründet. Ziel: die Neuvermarktung des ehemaligen Zechengeländes im Herzen Evings - eine Mammutaufgabe, wie sich Stadt-Geschäftsführer Bernd Kruse (53) erinnert.

Schließlich bildete die Zeche Minister Stein das Zentrum von Eving. Durch sie war der Stadtteil von 400 Bewohnern im 19. Jahrhundert auf 14 000 angewachsen. Es gab allein fünf Kneipen im direkten Umfeld der Zeche. Soziale Errungenschaften wie das ehemalige Wohlfahrtsgebäude sind der Zechen-Ansiedlung zu verdanken.

1200 Arbeitsplätze gibt es heute

"Wer sich das vor Augen führt, mag ermessen, was es für den Ortsteil bedeutet hat, als die Zeche 1987 schloss", sagt Kruse. Damals habe er gesagt: Wenn wir 1000 Arbeitsplätze neu schaffen, können wir zufrieden sein. Heute, 25 Jahre nach Gründung der Gesellschaft, seien es 1200 Arbeitsplätze geworden.

Bis es soweit war, hatten alle Beteiligten einen steinigen Weg zu gehen. In den ersten Jahren sei es enorm schwierig gewesen, Interessenten für eine der Flächen zu finden. Erst etwa ab Mitte der Nuller-Jahre lief‘s besser, und die Interessenten wurden auf den ehemaligen Zechenstandort aufmerksam.

Über 40 Firmen

Zu einigen der heute über 40 Firmen gehören der Kommunikationsdienstleister KiKxxl in der Bürobank des Hammerkopfturms, der Gesundheitsversorger PueD oder das Verwaltungsgebäude von HS Wohnungsbau - um nur einige zu nennen. Als i-Tüpfelchen bezeichnen Bernd Kruse und Hendrik Berndsen die Ansiedlung der Fußballgolfanlage im vorigen Sommer.