Wirtschaft

Das „dortmund-project“ ist auf der Zielgeraden

Foto: Franz Luthe Reinraum der Firma Optogan in der MST-Factory, neue Technologie, Microstruktur

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Dortmund.98 000 Jobs hat Dortmund durch den Wegfall der Montanindustrie verloren. Das „dortmund-project“ wollte diese Stellen auffangen – und zieht nach zehn Jahren Bilanz: Seit der Gründung sind 71 000 Jobs in der Technologie-Branche geschaffen worden.

„Wir sind stolz auf das Erreichte“, erklärte Udo Mager strahlend, gekleidet im schwarzen Dortmund-Poloshirt mit rotem Herz und Stadtwappen. Am Samstagmorgen (19. Juni 2010) berichtete der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung in eben dieser über die Ergebnisse des dortmund-projects.

Vor genau zehn Jahren startete die Stadt Dortmund die ungewöhnliche Initiative: Gemeinsam mit der Unternehmensberatung McKinsey, der Thyssen-Krupp AG und weiteren Partnern rief die Westfalenmetropole das Projekt ins Leben. „Aus Visionen Chancen machen“, lautet das Motto der Initiatoren.

Geballtes Wissen von Stadt, Wirtschaft und Wissenschaft

Nach dem Ratsbeschluss vom 15. Juni 2000 war dann der Weg für die Umsetzung frei. Fortan bündelten Stadt, Wirtschaft und Wissenschaft im dortmund-project ihr Wissen und ihre Erfahrung. Das Ziel: Die Entwicklung Dortmunds zu einem führenden Standort für technologieorientierte Branchen wie Informationstechnologien, Logistik, Mikro-, Nano- und Biotechnologie voranzutreiben. „Dortmund war der erste Standort der diesen Weg eingeschlagen und konsequent verfolgt hat“, erklärte Mager.

Das Ergebnis ist beachtlich: Zahlreiche Start-Up-Unternehmen siedelten sich an. Zudem entstanden eine Vielzahl erfolgreicher Projekte und Initiativen: Der E-Port-Dortmund als Gründungs- und Kompetenzzentrum für Logistik und Informationstechnologie am Hafen. Und auch die MST.Factory und das Zentrum für Produktionstechnologie (ZfP), mit denen Phoenix West zu einem Technologiestandort für Mikro-, Nano- und Informationstechnologie entwickelt wurde.

71 000 Stellen neu geschaffen

Erfolgreich läuft auch seit 2001 die Initiative Start2Grow, die Jungunternehmern eine Starthilfe auf dem Weg in die Selbstständigkeit bietet. Das Herzstück dieses Wettbewerbs ist das Netzwerk, in dem mehr als 600 Experten ihr Wissen zur Verfügung stellen.

Ein Ziel wurde allerdings nicht erreicht: Den Verlust der 98 000 Arbeitsplätze durch den Wegfall der Montanindustrie zu kompensieren. 71 000 Stellen wurden in den vergangenen zehn Jahren geschaffen – 27 000 fehlen noch, um die 325 000 Arbeitsplätze von vor zehn Jahren wieder zu schaffen. „Das haben wir bis heute nicht erreicht, wird aber als Ziel bis 2018 weiter verfolgt“, erklärte Mager.

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