Festi-Ramazan

Festi Ramazan vor dem Aus: Bezirkspolitiker stoppen Konzept

So sah es beim Festi Ramazan 2013 aus, als es schon einmal auf dem Parkplatz-Gelände am Remydamm stattfand.

So sah es beim Festi Ramazan 2013 aus, als es schon einmal auf dem Parkplatz-Gelände am Remydamm stattfand.

Foto: Menne

Dortmund.  Das Festi Ramazan wird in diesem Jahr nicht wie geplant auf dem Parkplatz Remydamm in Dortmund stattfinden. Das hat Konsequenzen zur Folge.

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Das Festival, zu dem mehr als 200.000 Besucher erwartet wurden, sollte vom 16. Mai bis 17. Juni auf dem Parkplatz-Gelände zwischen Eintracht-Sportzentrum und Remydamm stattfinden. Doch die Bezirksvertreter in der Innenstadt-Ost lehnten das Vorhaben in ihrer Sitzung am Dienstag ab.

In geheimer Abstimmung votierten 12 Bezirksvertreter gegen die Veranstaltung und nur 5 dafür. Die meisten Kommunalpolitiker sehen sich wohl bei den Anwohnern aus dem Bereich Joseph-Scherer-Straße im Wort, die gegen die Veranstaltungspläne in ihrer Nachbarschaft protestiert hatten.

Der Hintergrund: 2013 fand das Festi Ramazan schon einmal auf dem Parkplatz-Areal zwischen Eintracht-Sportzentrum und Remydamm statt. Damals kam es mehrfach zu Beschwerden wegen nächtlichen Lärms und der Verkehrsbelastung. Die Bezirksvertretung hatte daraufhin beschlossen, dass Veranstaltungen dieser Größenordnung, von denen übermäßige Störungen für die Anwohner ausgehen, nicht mehr auf dem Parkplatz-Gelände genehmigt werden sollen.

Neues Konzept für Veranstaltung

Schausteller Patrick Arens verwies als Vertreter der Veranstalter am Dienstagabend in der Sitzung der Bezirksvertretung darauf, dass das Konzept der Veranstaltung seit 2013 gründlich überarbeitet worden sei. So gebe es nach 22 Uhr keine laute Musik mehr. Im Bereich der Messe Westfalenhallen, wo das Festi Ramazan von 2014 bis 2016 stattfand, habe es auch keine Probleme mehr gegeben. Das Areal steht aber in diesem Jahr wegen der Baustelle für das neue Messefoyer nicht zur Verfügung.

Deshalb sollte der Parkplatz als Remydamm als einmaliger Alternativstandort genutzt werden. Die Veranstalter hatten dazu ein umfangreiches Sicherheits- und Verkehrskonzept vorgelegt. Arens versprach zudem, die Anregungen der Anwohner einzuarbeiten. „Wir machen ein Fest für und nicht gegen die Menschen“, sagte Arens.

Das konnte am Ende aber weder die Anwohner, noch die Mehrheit der Bezirksvertreter überzeugen. Der Beschluss der Bezirksvertretung sei nun für die Verwaltung bindend, erklärte Michael Solf vom Ordnungsamt. Einen alternativen Veranstaltungsort gibt es laut Arens nicht.

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