Erste Mitteilung 10.54 Uhr:

Die Mitteilung des Schauspiels umfasst zwei Sätze: "Mit großem Bedauern gibt die Leitung des Schauspiel Dortmund bekannt, dass die Produktion "Die Nibelungen" wegen unterschiedlicher künstlerischer Auffassungen einvernehmlich mit dem Regieteam abgesagt werden muss. Diese Entscheidung fiel zwei Tage vor der Premiere."

Aktualisierung 16.02 Uhr:

Am Donnerstagabend war der Theaterleitung klar: Die Inszenierung der "Nibelungen" von Martin Laberenz erfüllt nicht den künstlerischen Anspruch des Hauses. Nach Aussage des Theaters entschieden Direktor Kay Voges, Geschäftsführerin Bettina Pesch und Regisseur Laberenz daraufhin gemeinsam, die Premiere abzusagen und die Inszenierung aus dem Spielplan zu nehmen.

Theater: Schaden gering

Es sei die Frage nach dem kleineren Über gewesen, teilte Geschäftsführerin Pesch am Freitag unserer Redaktion mit: Entweder das Publikum mit einer schlechten Inszenierung zu konfrontieren - oder es mit der kurzfristigen Absage vor den Kopf zu stoßen.

Pesch sagte, der wirtschaftliche Schaden wäre ungleich höher, wenn das Vertrauen des Publikums in die gute Arbeit des Theaters enttäuscht würde. Die Abonnenten und Premierenbesucher würden Gutscheine für die nächste Premiere erhalten. Pesch: "Unsere Besucher kennen das, dass im Theater auch mal etwas ausfallen muss."Der finanzielle Schaden werde gering sein, sagte Pesch weiter.

Andere Vorstellungen auf Spielplan

Anstelle der Nibelungen will das Schauspiel an den angesetzten fünf Terminen andere Inszenierungen zeigen, die bisher sehr gut verkauft oder ausverkauft waren. Für den Premierenabend (13. April) wird es allerdings keinen Ersatz geben.

Das bisher ins Stück investierte Geld soll über die Gagen für Gastspiele wieder reinkommen, die Dortmunder Inszenierungen in anderen Städten einbringen.