Für Kay Voges gibt es vier Hauptprobleme, die sich jetzt stellen:

  • Das fehlende Lager für Kulissen, Kostüme, Requisiten und Technik sei das größte Problem. "Der Megastore platzt aus allen Nähten", sagte Voges.
  • Der Megastore verfüge nicht über genug Strom. Voges: "Wir sind gezwungen, mit einem Zehntel der normalen Beleuchtungsmöglichkeiten auszukommen, auch der Ton ist immer ein Kompromiss." Dazu kommt, dass es bisher im Megastore nicht erlaubt ist, Scheinwerfer und anderes an der Decke anzubringen.
  • Die Heizung reiche bei Weitem nicht aus, außerdem "macht sie einen Mordslärm. Wir haben aktuell zwischen 7 und 10 Grad."
  • Die fehlende Schallisolierung. Voges: "Wir haben hier eigentlich eine einzige große Halle mit Blechtüren dazwischen. Wir können immer nur an einer Sache gleichzeitig arbeiten." Und auch nicht, wie im Schauspielhaus, zwei Stücke zur gleichen Zeit zeigen. "Wir konnten im letzten Jahr rund 100 Vorstellungen weniger anbieten als im Schauspielhaus."
Preisgekrönte Schauspieler in eiskalter Halle

Nicht nur die Qualität sei in Gefahr, sondern auch die überregional vielfach gelobte Besetzung seines Ensembles. "Hier sind preisgekrönte Schauspieler dazu gezwungen, in einer eiskalten Halle zu arbeiten, ohne ordentliches Licht und mit beschissenem Ton", so Voges. Sein Fazit: "Wenn uns nicht ermöglicht wird, hervorragendes Theater zu machen, dann wird es auch kein hervorragendes Theater mehr geben."

Dusch- und Sanitärcontainer

Wie berichtet, kann das Schauspiel nicht zum Sommer 2017 wieder ins Schauspielhaus in der Innenstadt zurückkehren, weil der Umbau des Theaters dort länger dauert als geplant. Um einen unverhältnismäßig aufwendigen Umzug während der Spielzeit zu vermeiden, muss das Schauspiel nun bis Sommer 2018 auf die Rückkehr verzichten.
Bisher hatte die Stadt lediglich angekündigt, die 180 000 Euro Miete für ein weiteres Jahr Megastore und den Brandschutz zu übernehmen sowie Dusch- und Sanitärcontainer bereitzustellen.