Aktualisierung 14.08 Uhr:
Die Neonazis demonstrieren auf dem abgesperrten Platz praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Unser Reporter hat eben einmal durchgezählt. Laut ihm sind es nur etwa 40 Neonazis, die etwas verloren auf dem Platz der Nationen herumstehen. Ihre einzigen Zuhörer: die Polizisten, die sie abschirmen.
Der Verkehr auf der Makllinckrodtstraße und der Münsterstraße läuft übrigens weiter.
Ein von DoFotoTag (@dofototag) gepostetes Video am Jan 1, 2015 at 4:51 PST
Ursprungsmeldung 13.58 Uhr:
Eigentlich war die Demo für 15 Uhr geplant, doch haben die Neonazis am Freitag kurzfristig eine Vorverlegung der Demonstration auf 14 Uhr beantragt, wohl um die Planungen der Gegendemonstranten zu durchkreuzen. Nach Prüfung bewilligte die Polizei die Vorverlegung.
Inzwischen sind rund 50 Neonazis auf dem Platz der Nationen an der Ecke Münsterstraße / Kleine Burgholzstraße angekommen. Sie werden von einem Großaufgebot von Polizisten umstellt. Vereinzelt beobachten Antifa-Aktivisten die Szene vom Rande. Nach Einschätzung unseres Reporters gibt es momentan für Gegendemonstranten keine Chance, in die Nähe der Neonazis zu kommen.
"Nazis aus der Nordstadt jagen"
Nach Demonstrations-Verboten durch Polizeipräsident Gregor Lange im Dezember 2014 sehen sich die Nationalsozialisten in ihren Grundrechten beschränkt. Mit Demonstrationen am Heiligen Abend in der Innenstadt, Silvester in Hörde und am heutigen Samstag in der Nordstadt wollen sie die Polizei dafür abstrafen.
Nazi-Gegner werden versuchen, die Kundgebung auf der Münsterstraße wie am 21. Dezember zu verhindern oder zu stören. Im Internet heißt es dazu: "Nazis aus der Nordstadt jagen." Es ist nicht auszuschließen, dass es dabei zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Antifaschisten kommt.
Schlagstöcke, Pfefferspray und Polizeihunde
Am 21. Dezember war es bei einer Neonazi-Kundgebung an gleicher Stelle zu schweren Ausschreitungen gekommen. Aus den Reihen der Gegendemonstranten flogen Pflastersteine in Richtung Polizei. Die Polizisten setzte Schlagstöcke, Pfefferspray und Polizeihunde ein. Offiziell gab es zwei Verletzte.

