Ihre Klasse wurde auch an ihrem Fazit deutlich. „Gut, ich habe jetzt das Rennen gewonnen. Mit meiner Zeit bin ich aber überhaupt nicht zufrieden“, sagte Sarah Schäperklaus, kurz nachdem sie beim 17. Sommerabendlauf des SuS GW Amecke am Freitag als Erste die Ziellinie überquert hatte. Mit 56:40 Minuten war die Neheimerin exakt zweieinhalb Minuten schneller als der beste männliche Teilnehmer, Leon Pulice.

Beide starten für den Marathonclub Menden, welcher der Veranstaltung ganz klar seinen gelb-schwarzen Stempel aufdrückte. Nicht nur bei der Langdistanz über 15,6 Kilometer mit vier Athleten unter den Top fünf, sondern auch auf der kurzen Strecke. Für die 6,4 Kilometer benötigte Sven Seilheimer nur 24:19 Minuten – und hatte im Ziel sogar rund viereinhalb Minuten Vorsprung vor dem Zweiten, Lokalmatador Marcel Rolfes vom SSV Allendorf. „Ja, es war ein vom Start weg ziemlich einsames Rennen“, sagte Seilheimer mit einem Schmunzeln.
Lesen Sie auch
Der 24-jährige Letmather nutzte den Wettbewerb zur Vorbereitung auf den Köln Marathon am 4. Oktober, wo der Sauerländer an den Start gehen wird. „Ich habe gar nicht so auf meine Zeit geschaut, sondern bin eher nach Gefühl gelaufen. Ich bin zum ersten Mal hier in Amecke gestartet, aber es hat mir gut gefallen und die Bedingungen waren aus meiner Sicht sehr gut“, sagte Seilheimer zufrieden.
Sommerabendlauf 2026: Hitzebedingte Terminverschiebung zahlt sich aus
Dem konnte sich Schäperklaus nur anschließen, hatte am Freitagabend aber keine optimale Tagesform erwischt. „Woran das lag, weiß ich nicht. Irgendwie lief es einfach nicht so richtig rund“, sagte die Spitzenläuferin des MCM, die ebenfalls für Köln trainiert. „Nach meinem Ermüdungsbruch im Frühjahr ist das Motto für diese Saison auch nur, jetzt noch das Beste daraus zu machen“, erklärte die 26-Jährige mit Blick auf den Herbst.

Apropos Herbst: Eigentlich hätte der Sommerabendlauf 2026 schon Ende Juni stattfinden sollen, wurde aufgrund der extremen Hitze rund um das geplante Datum aber kurzfristig auf den 11. September verschoben. Bei rund 20 Grad wurde die Veranstaltung ihrem Namen trotzdem gut gerecht. Etwa 200 Finisher belohnten das Engagement der Amecker Organisatoren um Egbert Berghoff, die nun vielleicht sogar überlegen, ob der späte Termin nicht beibehalten werden sollte. Zumindest als Vorbereitung für den Köln Marathon wäre der familiäre Wettbewerb am Sorpesee dann eine ideale Geschichte.
Weitere Fotos

















