Es war angesichts des Nichtantritts von TuRa Freienol bei Vatanspor Hemer kein alltäglicher Spieltag in der Fußball-Bezirksliga 4 – aber trotz nur sechs Spielen ein ausgesprochen torreicher.
SV Oberschledorn/Grafschaft - VfB Marsberg 4:4 (2:2). „Vorne hui, hinten pfui: Das ist das Motto unserer Rückrunde“, fasste Lukas Gerbracht das Remis gegen den Aufsteiger süffisant zusammen. Mit Ball habe seine Mannschaft „wieder ein gutes Spiel gemacht“ und viele Chancen kreiert. „Aber so wie wir verteidigen, reichen nicht einmal vier Tore zum Sieg“, schüttelte der SVO-Spielertrainer mit dem Kopf. Tatsächlich hatten die Medebacher viermal geführt – und der VfB Marsberg, bei dem sich das Trainerduo Paul Bender/Sascha Wachsmann am Montag verabschiedete, viermal ausgeglichen. Benjamin Sauer (2), Sven Schneider und Hannes Goldkuhle trafen für die Gastgeber des Pfingstsportfestes, Alexander Bender (3) und Marco Kraemer für Gelb-Weiß.

TV Fredeburg - SG Hemer 4:3 (0:1). Schöner hätter er sich sein letztes Heimspiel als Trainer des TV Fredeburg gar nicht vorstellen können, freute sich Moritz Koch über den bemerkenswerten Sieg vor 200 Zuschauern, der die Kurstädter auf Platz sieben der Tabelle der „Bundesliga des Sauerlandes“ befördert. Nach etwas mehr als einer Stunde hatte Fredeburg noch mit 0:3 zurückgelegen, dann drehten die Schmallenberger auf. Jarno Lobe (63.), Tim Brune (74., 77.) und Andre Siepe (90.) bogen die Partie in eindrucksvoller Manier um. Koch: „Das Spiel hat mal wieder gezeigt, was diese Mannschaft ausmacht: Ein unglaublicher Charakter!“
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SV Brilon - FC Fatih Türkgügü Meschede 2:1 (2:0). Vor 220 Zuschauern im Rembe-Sportpark machte es der SV Brilon schon fast ein bisschen spannend. Am Ende reichten die beiden Tore von Moritz von Ascheraden (17., 25.) aber zum erwartungsgemäßen Heimsieg, Serhat Aydilek traf zum Anschluss für Fatih Türkgücü Meschede. „Wir sind zufrieden; auch wenn wir den Deckel nicht so richtig draufgemacht haben“, bilanzierte SVB-Trainer Benedikt Brüne. Das Motto sei gewesen, die Erfolgs-Welle weiter zu reiten, um demnächst mit breiter Brust ins Pokalfinale und die Aufstiegs-Relegation gehen zu können. Das ist mit dem achten Pflichtspiel-Sieg in Folge gelungen.
Hüingsen unterliegt Serkenrode/Fretter trotz großem Kampf
Seine Mannschaft habe im ersten Durchgang noch zu viel zugelassen, „vor allem durch das Zentrum“, lautete derweil das Fazit von Fatih-Trainer Hassine Nouria. Die Einstellung stimmte bei den Gästen, die nur zwei Feldspieler auf der Bank hatten, aber trotzdem wacker kämpften.

Ein „ansehnliches Fußballspiel“ hatte Christian Rausch in der Bezirksliga 4 am Freitagabend gesehen, seine Sportfreunde Hüingsen hatten es allerdings mit 1:3 (1:2) verloren. „Ich denke, es war ein verdienter Sieg für die SG Serkenrode/Fretter. Ich hätte ein Unentschieden aber auch unterschrieben.“
Platz sieben im Visier: Hüingser Rumpfmannschaft kämpft weiter
Die Mendener hielten beim Ligadritten gut mit, agierten aber nicht so clever wie die Gastgeber – sondern servierten diesen das 1:0 auf dem Silbertablett. „Unser Abwehrspieler spielt Philipp Hennes den Ball genau in den Fuß, das war ein Riesenfehler, wie ein Eigentor“, sagte Rausch, lobte dann jedoch die Moral seiner Mannschaft. „Wir defensiv gut dagegengehalten, gekämpft, gemacht und getan – und waren nach dem Ausgleich (Justin Balkonhohl (57.)), auch rund 20 Minuten am Drücker und hätten das 2:1 machen müssen.“

Das machte allerdings, mit einer mächtigen Portion Glück, Serkenrode/Fretter. „Sonst geht der zehn Meter am Tor vorbei“, sagte Rausch über den abgefälschten Schuss von Felix Schulte-Holthöfer (78.). Ein Konter schloss Marco Rademacher zur Entscheidung ab (79.).
Der Auftritt der Hüingser Rumpfmannschaft war trotzdem ordentlich. Auf der Bank saßen als Feldspieler nur Sascha Barnefske, ein noch ziemlich erkälteter Nicolas Westermann, Jan Ole Rüdiger sowie Stefan Schulz, der trotz gebrochener Nase mit einer Gesichtsmaske spielte. „Jetzt wollen wir im letzten Heimspiel Platz sieben erreichen. Dann wäre es eine gute Saison“, so Rausch – nachdem Marke von 41 Punkten aus der Vorsaison jetzt für die Grün-Weißen nicht mehr ganz erreichbar ist.
Das Freitagsspiel VfL Bad Berleburg gegen SV Hüsten in 22 starken Bildern
Ebenfalls schon am Freitagabend hatte der SV Hüsten 09 in Bad Berleburg gespielt. Nach der unglücklichen 2:3-Niederlage zog 09-Trainer Ufuk Üzel mit etwas Abstand ein gemischtes Fazit. „Die ersten zehn Minuten haben wir völlig verpennt, denn da laden wir Bad Berleburg zweimal zum Toreschießen ein. Dann haben wir uns gesteigert. Insbesondere in der zweiten Halbzeit war es eine tolle Mannschaftsleistung des Kollektivs, das war stark“, sagte Üzel und lenkte den Blick auf die Phase, in der seine Mannschaft sich den Ausgleich verdiente. Selim Atmaca (69.) und Torben Kinkel (82.) trafen zum gerechten Ausgleich. „Es ist traurig, dass wir in der 89. Minute dann noch das 2:3 kassieren und uns um den Lohn bringen“, bemerkte Üzel – nicht von Ungefähr sprach Gegenüber Björn Breuer von einem Sieg, „der sich etwas dreckig anfühlt.“
Gegen Brilon noch mal alle Kräfte mobilisieren
Hüsten ist nach der nächsten Niederlage nur noch Zehnter der Rückrunde-Tabelle. Jetzt gilt es, im letzten Heimspiel (Sonntag, 15 Uhr, gegen den SV Brilon) noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren, um noch einen halbwegs versöhnlichen Saison-Abschied hinzubekommen. „Ich sage es ganz ehrlich“, so Üzel, „ich bin froh, wenn wir den 31. Mai haben und es 18 Uhr ist – und diese Verletzungs-Saison vorbei ist.“



























