Gerettet! Die Handballer des TV Neheim hielten dem Erfolgsdruck stand und sicherten sich am letzten Spieltag der Bezirksliga mit einem 34:29-Heimsieg über den damit abgestiegenen Gast aus Husen-Kurl den Klassenverbleib. Auch Vizemeister TV Arnsberg beschloss die Saison siegreich. Beide Teams dürfen sich auf Derbys gegen den Wiederaufsteiger TV Wickede freuen, der quasi Absteiger SG Ruhrtal II ersetzt.
Neheim: Achterbahnfahrt der Gefühle
TV Neheim – TV Eintracht Husen-Kurl 34:29 (19:15). Aufgrund des Höchstener 17:14-Minimalerfolges bei Herdecke/Ende II wussten die Neheimer genau, dass sie mindestens ein Remis benötigen würden. Entsprechend hoch war die Nervosität, die aber nach einem 8:10-Rückstand zumindest vorübergehend abgeschüttelt wurden. Die lautstark unterstützenden Fans durften sich über einen 7:0-Lauf und eine halbwegs beruhigende Pausenführung freuen.
Durchgang zwei bescherte eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Mehrfach schien sich Neheim im Abschiedsspiel von Keeper Timo Funke, Steffen Hackmann und Silas Eickel entscheidend abgesetzt zu haben, doch dem 22:16 folgten vier Gegentreffer am Stück. Auch das 28:23 schockte die Gäste nicht, sie kamen durch gutes Überzahlspiel bis auf 29:28 (52.) heran. Dann aber traf Neheim viermal in Folge, konnte sich TVN-Trainer Alex Blech („Die Saison war aufregender als gedacht“) endlich entspannen.

TVN: Gollasch (Funke); Koch (9), Nöggerath /9/5), Kintgen (6), Stamen (5), S. Frohne (3/1), M. Pater (2), T. Frohne, Caruso, Hackmann, Spitthoff, Lahme.
Mit neun Minuspunkten wären wir in den anderen Staffeln ganz vorne gewesen, aber Warstein war zu stark.
Jan Klute,, Trainer des TV Arnsberg
TV Arnsberg – ASC Dortmund II 38:29 (18:16). Nach fast schon üblichem Fehlstart (1:5) kam der Tabellenzweite ins Rollen, wusste vor allem offensiv zu gefallen. Trainer Jan Klute wechselte tüchtig durch, gab den scheidenden Akteuren Alex Blanke und Kevin Probst reichlich Einsatzzeit. Der starke Rechtsaußen Oscar Assmann sorgte zum 8:7 für die erste Führung. Bis zum 28:25 hielt der Gast dagegen, dann traf Arnsberg siebenmal in Folge. „38 Treffer ohne Siebenmeter sprechen für sich“, war Klute vor allem mit der Offensive zufrieden. Das gilt für die ganze Saison: „Wir haben uns hohe Ziele gesetzt, die wir letztlich voll erfüllt haben. Mit neun Minuspunkten wären wir in den anderen Staffeln ganz vorne gewesen, aber Warstein war zu stark.“
Die Aufstiegsrunde
Der VfS Warstein als Sieger der Bezirksliga Staffel Mitte bekommt es in der Aufstiegsrunde mit dem TV Ennigerloh (A, 23. Mai), dem TV Gladbeck (H, 30. Mai) und der Selbecker TS (A, 3. Juni) zu tun. Es werden drei Verbandsliga-Plätze ausgespielt.
TVA: Wennmann, Drees; Stratenschulte (8), Assmann (8), Geyer (4), Blanke (4), Schopper (3), F. Rüther (3), Bause (2), Erpelding (2), Probst (2), Hesse (1), L. Rüther (1), Hennecke, Tiemann, Mevenkamp.
Ruhrtal: Abstieg mit erhobenem Kopf
SG Ruhrtal II – SC Huckarde-Rahm 24:27 (14:14). „Dieses Match war ein Spiegelbild unserer Rückserie. Wir haben uns deutlich gegenüber der ersten Saisonhälfte verbessert, aber zu selten mit Punkten belohnt, steigen aber trotzdem mit hocherhobenen Köpfen in die Kreisliga ab“, resümierte SGR-Coach Mathis Rapude. Sein Team erholte sich vom 0:4-Fehlstart rasch, glich zum 5:5 aus und konnte sogar mit 12:11 in Führung gehen. Die Partie blieb spannend, denn nach dem 19:23 lehnte sich das Schlusslicht trotz drei vergebener Strafwürfe nochmals auf. Nach dem 24:24 (56.) durch den starken Till Rosenberger war der Akku aber leer.
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SGR II: Schäfer (45. Stoffels); Tillmann (7), Rosenberger (7/1), Esser (6), Volmari (2), Steinke (1), Rapude (1), Be, und Ba. Hannappel.























