Besondere Abende bringen besondere Geschichten hervor. Was am Samstagabend in Olsberg passierte, versetzte aber die ausverkaufte Konzerthalle in kollektives Erstaunen – denn das hatte es bis zur 27. Auflage bei der HSK-Sportgala auch noch nicht gegeben: Max Mammey, kurz zuvor überraschend als Sportler des Jahres 2025 ausgezeichnet, trat noch einmal den Weg zur Bühne an. Bei der Tombola war sein Los gezogen geworden, Mammey gewann den vom Möbel Markt Bestwig gesponsorten Hauptpreis: einen Stressless-Sessel.
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Auf die Frage, wie er diesen nach der Gala denn nach Hause bekommen würde, sagte der aus Winterberg-Langewiese stammende Sportler trocken: „Mir wurde gesagt, dass er mir geliefert wird.“ Zuvor hatte der 16-Jährige aber schon Probe gesessen. Auf und neben der Bühne – und dabei dieselbe Coolness an den Tag gelegt, wie bei der Bekanntgabe seines ersten Platzes.
Max Mammey freut sich über überraschenden Titel als HSK-Sportler des Jahres
HSK-Sportler des Jahres – was löste das aus beim Nordischen Kombinierer? „Ich habe mir vor der Gala gar nichts ausgerechnet und nichts erwartet. Umso größer ist die Freude jetzt“, sagte Mammey gegenüber dieser Zeitung.
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Timo Drebs, Sportwart beim Skiklub Winterberg und dem Deutschen Skiverband für Skisprung und Nordische Kombination, freute sich „ungemein“, dass Max Mammey die Wahl gewonnen hatte. „Max hat 2015 im Alter von fünf Jahren beim SC Neuastenberg-Langewiese seine Liebe zum Wintersport im Bereich Biathlon entdeckt“, erzählte Drebs in seiner Laudatio. Nach ersten Erfahrungen als Siebenjähriger beim Skispringen, blieb Mammey dem Skispiringen und der Nordischen Kombination treu.


2019 nahm ihn dann der Skiklub Winterberg unter seine Fittiche, genauer Trainer Dirk Drebs. „Schnellkraft im Skispringen, Kraftausdauer im Langlauf: Diese beiden eigentlich so gegensätzlichen Disziplinen gegeneinander auszubalancieren, macht die Herausforderung und auch den Reiz der Nordischen Kombination aus“, erläuterte der Laudator.
500 Mattensprünge, 4000 Trainingskilometer
Es sei ein „riesiges Sportpaket“, was Mammey bewältigen würde, um sich bestmöglich für die Saison zu rüsten, berichtete Timo Drebs: 500 Mattensprünge und 4000 Trainingskilometer, die der Winterberger beim Joggen und Radfahren, vor allem jedoch beim Rollski-Training, in der Vorbereitung absolviert, sprechen Bände. Dieser Fleiß lohnt sich. „Max ist einer, wenn nicht sogar der stärkste Läufer des Jahrgangs 2010 unter den Kombinierern in Deutschland. Er liefert regelmäßig Lauf-Bestzeiten ab. Auch im Skispringen läuft es gut, so kann er beim Laufen seine ganze Power abrufen“, betonte Drebs.
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Moderatorin Nicola Collas, als sie mit Cheyenne Rosenthal darüber sprach, warum die Rennrodlerin lieber in der Heimat bleibt als beispielsweise nach Berchtesgaden zieht
Eine besondere Eigenschaft, die viele große Sportler auszeichnet, musste allerdings auch Mammey in seinen jungen Jahren schon beweisen: Zwei schwere Stürze in der Vorbereitung der Saison 2025/26 musste der Wintersportler erstmal wegstecken. „So etwas nagt am Selbstvertrauen“, sagte Drebs. Mammey überwand die Angst – und sprang wenig später erstmals weiter als 100 Meter.
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Aber es sind nicht nur Bestleistungen und Titel wie der Gewinn des Deutschlandpokals im vergangenen Winter, die Mammey auszeichnen. Sein Ehrgeiz und seine freundliche Art würden Mammey charakterisieren, sagte Drebs über das große Talent.

Selbstbewusst im Wettkampf: Max Mammey bleibt trotz Konkurrenz gelassen
Als Sportgala-Moderatorin Nicola Collas dem Schüler aber auch ein „gesundes Selbstbewusstsein“ attestierte, musste Max Mammey schmunzeln. „Das spielt im Wettkampfsport natürlich schon eine große Rolle“, berichtete der Sauerländer. „Vor allem, wenn man sieht, wie die Konkurrenz im Wettkampf zum Beispiel beim Springen vorlegt. Dann sollte man wissen, was man kann und sich nicht verrückt machen lassen.“
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Dafür ist der Teenager nicht der Typ. Von Nervosität war bei Mammey wenig zu spüren auf und neben der Bühne in Olsberg. Als Collas ihn fragte, was er denn so tun würde, wenn er mal keinen Wettkampf oder Training hätte, lautete Mammeys kurze Antwort: „Ausruhen.“ Wie passend mit Blick auf den weiteren Verlauf des Abends, nennt der Nachwuchs-Topathlet doch dafür jetzt auch noch das perfekte Sitzmöbel sein Eigen.
Das sind die Preisträger der 27. HSK-Sportgala:
Sportlerin des Jahres 2025
- Laura Koch, Rennrodeln, BSC Winterberg
- Franzi Reiter, Rhönradturnen, TV Arnsberg
- Lya Bourgund, Leichtathletik, LAC Veltins Hochsauerland
- Lara Hartmann, Rennrodeln, BSC Winterberg
- Barbara Nowak, Tennis, TC Marsberg

Sportler des Jahres 2025
- Max Mammey, Nordische Kombination, Skiclub Winterberg
- Lasse Eickel, Fußball, SC Paderborn 07
- Lauro Klöckner, Minigolf, MSK Neheim
- Luca Grobbel, Leichtathletik, LAC Veltins Hochsauerland
- Viktor Luft, Schwimmen, SV Neptun Neheim-Hüsten
Kader-/Profisportler*in des Jahres 2025
- Laura Nolte, Bob, BSC Winterberg
- Cheyenne Rosenthal, Rennrodeln, BSC Winterberg
- Alexandra Föster, Rudern, RC Meschede
- Team Rembe, Radsport, RC Victoria Neheim
- Philipp Hofmann, Fußball, VfL Bochum
Mannschaft des Jahres 2025
- RC Sorpesee Damenmannschaft U18, Volleyball
- TuS Oeventrop JSG Ruhrtal/Warstein, Handball
- STK Arnsberg Herren 30, Tennis
- SuS Langscheid-Enkhausen Herrenmannschaft, Fußball
- BSC Winterberg Lara Hartmann/Marit Koch, Rennrodeln
Parasport-Preis 2026
Sandra Blume, Tischtennis, TuS Sundern
Sportsozialpreis 2026
TuS Medebach e.V.












































































