Von den Abstiegsregionen der Fußball-Bezirksliga 4 setzen sich einige HSK-Teams immer mehr ab. Die wahren Kellerkinder gehen hingegen leer aus.
FC Neheim-Erlenbruch - Vatanspor Hemer 3:8 (1:3). Wenn es am Ende der Saison auf die Tordifferenz ankommt, wird der FC Neheim-Erlenbruch schlechte Karten haben. Zwar gingen die Leuchtenstädter nach einem Eigentor von Timurhan Akbas am Ruhr-Möhne-Eck sogar in Führung (20. Minute), aber auch der Doppelpack von Safak Üstenci (52., 70.) war am Ende nur leichte Ergebniskosmetik – zu dominant war der Auftritt der Hemeraner Gäste.
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„Wir haben verdient verloren, es war das mit Abstand schlechteste Saisonspiel. Wir haben in keinem Bereich das abgerufen, was wir trainiert haben. Dann kommt solch ein Ergebnis zustande“, sagte FC-Trainer Amer Siala enttäuscht. Seine Jungs seien „mit dem Kopf irgendwie nicht bei der Sache“ gewesen, mutmaßte er. Deshalb gilt für den Aufsteiger: Diese Partie schnell abzuhaken und es kommenden Sonntag beim FC Fatih Türkgücü Meschede wieder besser machen.
Egal, wer bei uns reinkommt, alle legen sich voll ins Zeug.
Moritz Koch, Trainer des TV Fredeburg
SG Serkenrode/Fretter - TV Fredeburg 1:2 (0:1). Kaum hatte er sich eingewechselt (66.), flog Serkenrodes Spielertrainer Phillip Hennes auch schon mit Rot wieder vom Platz (72.). Das blieb allerdings eine Randnotiz, die Fredeburger Gäste hätten wohl auch so ihren verdienten „Super-Sieg“ (TV-Trainer Moritz Koch) unter Dach und Fach gebracht. Jarno Lobe traf zunächst per Elfmeter (15.), dann zur Vorentscheidung (69.). „Wir verpassen es, das 3:0 nachzulegen“, berichtete Koch voller Stolz über die Leistung seiner Truppe, die in der Rückrunden-Tabelle Platz zwei belegt. Der Dank dafür geht an das Kollektiv. „Egal, wer bei uns reinkommt, alle legen sich voll ins Zeug.“ Tobias Kleppel traf noch für die SG zum Anschluss (86.).

SV Oberschledorn/Grafschaft - BC Eslohe 2:5 (1:3). Noch vor dem TV Fredeburg in der Rückrunden-Tabelle rangiert seit Sonntag der BC Eslohe. Bei bester Laune konnte sich auf der Rückfahrt auf Anhieb auch keiner daran erinnern, wann die Blau-Weißen zum letzten Mal in einem Meisterschaftsspiel fünf Tore erzielt hatten. „Dabei hatten wir unsere halbe Offensive gar nicht dabei. Vor allem aber war es unser zweiter Auswärtssieg in dieser Saison“, freute sich BCE-Spielertrainer Fabian Göddeke.
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„Bundesliga“ HSK: Hüsten und Eslohe landen souveräne Auswärtssiege
Nach der ersten echten Torchance des Spiels führten zwar die Gastgeber (Michel Borgmann, 11.), aber im direkten Gegenzug glich Luca Peetz aus (14.), Robin Stellflug (20.), Christian Althaus (29., 59.) und Philip Eickhoff (76.) erhöhten nach und nach auf 5:1, Hannes Goldkuhle traf noch zum 2:5 aus SVO-Sicht. „Das war eine der schlechtesten Leistungen, seit ich hier Trainer bin. Wir haben zu keinem Zeitpunkt ins Spiel gefunden und verdient verloren“, analysierte SV-Trainer Lukas Gerbracht dementsprechend deutlich. Seine Mannschaft sei „viel zu brav“ und „zu sehr mit sich selbst beschäftigt“ gewesen.

SG Hemer - SV Hüsten 09 0:3 (0:0). Hüstens Trainer Ufuk Üzel wusste nach dem klaren Auswärtsdreier beim Tabellensechsten fast gar nicht, wo er bei seinem Lob anfangen oder aufhören sollte. Nach zwei leidenschaftlichen „Arbeitssiegen“ zum Start sei die Leistung jetzt auch taktisch absolut top gewesen: Abzulesen an der „Null“ die hinten stand. „Von der Bedeutung ist das riesig, denn hier haben wir uns oft sehr schwer getan.“ Für die 09er trafen Denis Rodrigues Gomes (65., 89.) sowie Steffen Kern (75.). Form und Selbstvertrauen jedenfalls stimmen bei den Grün-Weißen vor dem Topspiel am kommenden Sonntag, wenn Spitzenreiter SG Bödefeld/Henne-Rartal nach Hüsten kommt.
VfB Marsberg - SV Brilon 2:4 (1:2). Der SV Brilon überzeugte – wie schon beim 4:2-Sieg vor einer Woche gegen den anderen Abstiegskandidaten FC Neheim-Erlenbruch – nur phasenweise. „Man muss klar sagen, dass wir erst nach 30 Minuten angefangen haben, Fußball zu spielen“, kritisierte Gästetrainer Benedikt Brüne nach dem Derby seine Mannschaft. Die Führung für den VfB Marsberg durch Alexander Bender war demnach verdient. „Da haben wir ein gutes Spiel gemacht“, sagte Marsbergs „Co“ Sascha Wachsmann, musste aber mit ansehen, wie der Favorit mit einem „Traumtor“ (Wachsmann) auf Unentschieden stellte: Finn Rupprath besorgte mit seinem ersten von zwei Treffern aus der Distanz ins lange Ecke das 1:1 (35.).

Noch vor der Pause traf Moritz von Ascheraden nach einer starken Einzelaktion für Brilon zur Führung (42.). „Der Ball geht bei Marvin Kowalleck durch die Beine und war für mich als Torwart spät zu sehen“, bedauerte Wachsmann. Auch von Ascheraden avancierte schließlich zum Doppelpacker (59.). Ruppraths zweites Tor veredelte diese starke Phase des Tabellen-Zweiten.
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„Eigentlich war es ein ausgeglichenes Spiel. Aber Brilon steht oben und gewinnt es halt“, bilanzierte Wachsmann, der sich mit seinen Marsbergern für das 2:4 (Necil Bunse/80.) und Chancen zum 3:4 nichts kaufen konnte. „Wir schalten auch nach dem 4:1 wieder ab“, bemängelte Brüne – und war damit auch nicht rundum zufrieden.
In einem brisanten Derby trennten sich die SG Bödefeld/Henne-Rartal und Fatih Türkgücü Meschede 2:2 (1:0). Was der große Aufreger des Tages war, lesen Sie hier.




















































































































