Es scheint, als würden die Handballer der SG Ruhrtal das Verletzungspech geradezu anziehen. Kaum nähert sich das Comeback des monatelang pausierenden David Bauerdick (er saß am Samstag in Siegen als Notnagel schon auf der Bank), da muss Trainer Henning Becker schon wieder zwei Ausfälle registrieren.

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Dem zuletzt so erfolgreichen Linksaußen Yannick Mähl droht eine längere Pause, auch der im Training umgeknickte Rechtsaußen Justus Klauke fiel (ebenso wie die Weber-Zwillinge und Spielmacher Matthias Storm) aus. Mit nur acht im Angriff einsetzbaren Akteuren lässt sich das 24:24 (13:13) beim zuletzt gegen Spitzenreiter Altenbögge/Bönen siegreichen RSVE Siegen durchaus als Erfolg werten. Vom Spielverlauf aber war es ein Punktverlust.

Handball: Ruhrtal nimmt frühe Auszeit

Die Startphase stand ganz im Zeichen der Hausherren, die auf 5:1 davonzogen. SGR-Coach Henning Becker nahm deshalb früh eine Auszeit und sah danach eine deutlich aufmerksame Mannschaft, die ihre Defensivqualitäten auspackte. Auch dank einiger Paraden von Janne Malik führte der Tabellenzweite plötzlich mit 8:6 (12.) und konnte zumindest einen Gleichstand in die Halbzeitpause retten, weil der von Nils Büttner (9), Nico Neumann und Karen Wied (je 5) angetriebene RSVE beim Stande von 12:12 gleich zwei Siebenmeter vergab.

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Sorgenfalten auf der Stirn von Trainer Henning Becker? Angesichts der personellen Lage bei der SG Ruhrtal wäre das kein Wunder.© Dietmar Reker | WP

Auch in Durchgang zwei starteten die Hausherren besser, aber dem 17:15 (36.) folgte drei SGR-Treffer durch Lukas Struwe (2) und Julus Schulte, der am linken Flügel eine starke Leistung bot. In der Schlussviertelstunde legte der Gast stets vor. Regisseur Phillipp Mähl setzte die Siebenmeter sicher, im Rückraum drehte Aaron Humpert auf, traf zum 21:23 und 22:24: Doch in den letzten sieben Minuten gelang dem Oberliga-Absteiger trotz zeitweiliger Überzahl kein Tor mehr.

Kraft lässt nach

„Da hat auch wegen der nachlassenden Kraft die nötige Konzentration gefehlt. Veit Schmidt hat trotz Erkältung sogar durchgespielt“, führte Becker die fehlenden Wechselmöglichkeiten als Hauptgrund für das Unentschieden an, dass die Eiserfelder wie einen Sieg feierten. Kommenden Samstag (17 Uhr) holt die SGR ihr Match gegen den Wittener TV nach, bevor es am darauffolgenden Freitag zum Gipfeltreffen in Bönen kommt. „Daran verschwende ich keinen Gedanken, unser Ziel ist es, trotz des dünn gewordenen Kaders unter die ersten Fünf zu kommen“, so Becker.

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SGR: Malik (52. Basler); P. Mähl (6/5), Humpert (5), Struwe (4), Schulte (4), Schmidt (3), Pilz (2), Klute, Röttger, Schwefer.