Zusammenfassung

  • Die Volleyballerinnen des RC Sorpesee mussten sich im Zweitligaspiel gegen USC Münster II mit 1:3 geschlagen geben.
  • Die ehemalige RCS-Spielerin Ines Bathen feierte in ihrer alten Heimat ein erfolgreiches Jubiläumsspiel für Münster und wurde als wertvollste Spielerin ausgezeichnet.
  • Trotz starker Leistungen und einiger personeller Ausfälle blickt der RCS nach vorne und bereitet sich auf das kommende Auswärtsspiel in Bonn vor.

In diesen gut eineinhalb Stunden blieb kein Raum für Sentimentalitäten. Dafür spielte Ines Bathen viel zu viele Jahre in der 1. Bundesliga Volleyball, als dass alleine die Rückkehr an diesen immens wichtigen Ort ihrer Karriere ihr Spiel beeinflussen könnte. Nachdem die 35-Jährige mit dem USC Münster II beim RC Sorpesee mit 3:0 gesiegt hatte, schien es sogar fast so, als hätten die Erinnerungen an vergangene Zeiten Bathen zusätzlich beflügelt.

Sundern: Bathen neben Brenscheidt MVP

Während auf Seiten des RCS Antonia Brenscheidt als MVP – also als wertvollste Spielerin – ausgezeichnet wurde, kam diese Ehre bei den Gästen deren Mannschaftsführerin zu teil: Ines Bathen. „In Sundern gegen den RC Sorpesee zu spielen, ist auf Grund meiner Vergangenheit dort immer etwas Besonderes. Und es war einmal mehr kniffliger als es das Ergebnis am Ende vielleicht zeigt“, sagte Münsters Nummer 17.

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Mit sechs Jahren erlernte sie beim TuS Nuttlar in ihrem Heimatort das Volleyballspielen. 2004 ging es zum RCS, anfangs mit einem Doppelspielrecht ausgestattet. Der Wechsel brachte ihre Karriere ins Rollen. Die Außenangreiferin schaffte den Sprung in den Landeskader – und Münster wurde auf sie aufmerksam. Nach drei Jahren beim RCS entschied sich Bathen 2007, ihrer sauerländischen Heimat Lebewohl zu sagen. Sie zog in die Großstadt und wechselte ins gerade eröffnete Sportinternat.

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Ines Bathen (USC Münster II, links) wird neben RCS-Spielerin Antonia Brenscheidt als MVP geehrt.© Ralf Litera | Ralf Litera

Beim USC wurde Bathen zu einer der erfolgreichsten Volleyballerinnen, die das Sauerland je hervorbrachte. „Insgesamt elf Spielzeiten in der 1. Bundesliga sowie weitere Jahre in der 2. und 3. Liga machen ihre USC-Laufbahn außergewöhnlich umfangreich – getragen von Konstanz, Energie und großer Identifikation mit dem Verein“, heißt es in einer Ankündigung zu einem Jubiläumsspiel am Samstag, 24. Januar, mit dem der USC seinen 65. Geburtstag feiert.

Der USC Münster ist zu meinem zweiten Zuhause geworden.

Ines Bathen,, USC Münster II

„Der USC Münster ist zu meinem zweiten Zuhause geworden“, erklärte Bathen. Sie arbeitet als Lehrerin an einer Gesamtschule, ist als A-Trainerin sowie Jugendtrainerin im Verein aktiv und spielt selbst noch in der 2. Bundesliga Nord in einer Mannschaft, die vor Bundesliga-Erfahrung trieft.

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Ines Bathen (USC Münster II, links) feiert an alter Wirkungsstätte einen deutlichen Sieg gegen den RC Sorpesee.© Ralf Litera | Ralf Litera

Die ersten zwei Sätze in Sundern gewannen die Gäste deshalb mit 25:22 und 25:11 relativ klar, bevor der RCS seine Klasse zeigte. Den erspielten Vorsprung in Satz drei egalisierte der USC II zwar auch dank einer Aufschlagserie von Ines Bathen, doch mit 25:22 ging der Durchgang wenig später an die Sauerländerinnen.

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„Münster bringt mehrere Jahrzehnte Erstliga-Erfahrung aufs Feld, die dafür sorgt, dass auch in engen Situationen kaum Fehler gemacht werden. Im vierten Satz habe ich aber tatsächlich auch eine Chance gesehen, den noch zu holen“, sagte RCS-Trainer Martin Barthel. „Wir hadern ein wenig mit zwei unglücklichen Entscheidungen gegen uns in der Crunchtime, insgesamt geht der Sieg der Münsteranerinnen aber in Ordnung“, ergänzte er. Mit 25:19 sicherten sich die Unabhängigen den vierten und damit entscheidenden Satz.

Sundern: RCS siegt gegen VCO

„Der RCS war schon immer ein Kämpferteam und auch dieses Mal hat die Mannschaft super viele Bälle zurückgebracht. Letztendlich konnten wir den RCS aber mit unseren Aufschlägen gut unter Druck setzen und das Spiel für uns entscheiden“, resümierte Ines Bathen.

Trio vom TuS Nuttlar

Nicht nur Ines Bathen entstammt der Jugendarbeit des TuS Nuttlar. Auch Bonnie Bastert und Leonie Hümmeke wechselten vom TuS zum RC Sorpesee und entwickelten sich dort zu Leistungsträgerinnen.

Seinen Doppelspieltag hatte der RCS mit einem klaren 3:0 (25:20, 25:23, 25:17)-Heimsieg gegen den VCO Münster eröffnet. „Gegen diesen Gegner hatten wir uns etwas ausgerechnet und er hat in etwa so gespielt, wie wir es erwartet haben“, sagte Barthel. „Sehr viel Höhe, sehr viel Dynamik im Angriff. Aber auch immer taktisch ein paar offene Stellen, die wir ausnutzen konnten“, erklärte er.

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Alles in allem sei er zufrieden. „Ich hoffe, dass alle wieder ganz gesund werden. Wir hatten ja noch einige Spielerinnen, die wir aufgrund von Infekten nicht einsetzen konnten“, sagte der Cheftrainer. Die Vorbereitung auf das Spiel bei den SSF Bonn soll möglichst ohne Einschränkungen vonstatten gehen.

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Für Ines Bathen und den Tabellenzweiten USC Münster II geht der Kampf um die Tabellenspitze weiter mit einem Heimspiel gegen den VC Osnabrück – direkt vor dem Jubiläumsspiel mit Zeit für viele Sentimentalitäten.