Diese Bilder gingen stets ans Herz. Sowohl nach der Weltmeisterschaft 2024 als auch nach dem Bob-Weltcup 2025 feierte Leonie Fiebig emotional mit ihren kleinen und großen Fans in der Veltins-EisArena in Winterberg. Die Bobanschieberin des BSC Winterberg absolvierte seit fünf Jahren nicht nur jedes Heimrennen an der Kappe, sie stand auch jedes Mal auf dem Podest. Doch ihre Serie wird reißen. Und im schlimmsten Fall könnte sich für die sympathische Herzenskölnerin mit Blick auf die Olympischen Winterspiele in Cortina d‘Ampezzo (6. bis 22. Februar 2026) eine dramatische Geschichte wiederholen.
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Seit Jahren gehört die 35-Jährige zur nationalen Spitze der Anschieberinnen. Mit ihrer Pilotin Kim Kalicki (TuS Eintracht Wiesbaden) gewann Fiebig in den vergangenen drei Jahren den kompletten Medaillensatz bei den Weltmeisterschaften im Zweierbob der Frauen. In Lake Placid/USA gab es in der vergangenen Saison die Silbermedaille, in Winterberg im Jahr zuvor Bronze.
Winterberg: Fiebig muss beim Weltcup zuschauen
Eine Genugtuung dürfte für Fiebig aber besonders die Goldmedaille 2023 in St. Moritz/Schweiz gewesen sein – ein Jahr nach der sportlich vielleicht größten Enttäuschung für sie.

Mit großen Ambitionen war die gebürtige Ostwestfälin in die olympische Saison 2021/22 gestartet. Doch den ohnehin heißen Kampf um einen von drei Plätzen „auf der Bremse“ im deutschen Zweierbob-Trio heizte Chef-Bundestrainer René Spies durch zwei überraschende Personalien an. Zum einen zauberte der Winterberger die Top-Leichtathletin Alexandra Burghardt als Bob-Anschieberin aus dem Hut, zum anderen unterbrach Lisa Buckwitz ihre Ausbildung zur Pilotin und schob wieder an.
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In einem nervenaufreibenden Duell zwischen Buckwitz und Fiebig sicherte sich diese den Platz hinter Kim Kalicki, während Burghardt mit Mariama Jamanka und Deborah Levi mit Laura Nolte in den olympischen Wettbewerb gingen. Für Leonie Fiebig blieb in China nur die Rolle als Ersatzanschieberin. Sie füllte diese mit Bravour aus und jubelte mit Nolte/Levi über Gold sowie Jamanka/Burghardt über Silber. Kalicki/Buckwitz belegten den undankbaren vierten Platz.
Es ist natürlich schade, dass ich den Heim-Weltcup nicht mitfahre.
Leonie Fiebig, Bobanschieberin des BSC Winterberg
Ersatzanschieberin – ob Fiebig als solche auch nach Italien zu den Olympischen Winterspielen reisen würde?
Dass die Gedanken an das Vor-Olympia-Drama 2022 wieder aufkommen, liegt auch am Weltcup in Winterberg, mit dem die heiße Phase vor den Olympischen Winterspielen 2026 beginnt. „Allmählich kommt Klarheit rein“, antwortete René Spies auf die Frage nach den Anschieberinnen in Cortina. „Nach der Nominierung nach dem Weltcup in Altenberg wissen wir dann, wer mit wem fährt“, ergänzte er.
Der Zeitplan
Bob-Weltcup in Winterberg: Samstag, 3. Januar: 11.30 Uhr Monobob 1. Lauf; anschließend 2. Lauf; 15.30 Uhr Zweierbob Männer 1. Lauf, anschließend 2. Lauf. - Sonntag, 4. Januar: 11 Uhr Zweierbob Frauen 1. Lauf, anschließend 2. Lauf; 15 Uhr Viererbob 1. Lauf, anschließend 2. Lauf.
Am 17./18. Januar schließt sich das Nominierungsfenster demnach und zuvor gibt es die Rennen in Winterberg sowie in St. Moritz. Leonie Fiebig saß zum Saisonstart in Cortina d‘Ampezzo und beim folgenden Weltcup in Innsbruck mit Kim Kalicki im Schlitten. Anschließend setzte die Pilotin in Lillehammer die Newcomerin Talea Prepens und in Sigulda Anabel Galander ein.
Nolte wechselt Anschieberin
Auch Olympiasiegerin Laura Nolte vom BSC Winterberg wechselte im Dezember ihre Anschieberin und schonte Deborah Levi (SC Potsdam). Doch in Winterberg kehrt ihre Start-Rakete zurück in den Bob. Kim Kalicki – setzt im Hochsauerland erneut auf die 24-jährige Talea Prepens vom MSC Magdeburg.
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„Es ist natürlich schade, dass ich den Heim-Weltcup nicht mitfahre“, erklärte Fiebig. Mehr könne sie zum aktuellen Zeitpunkt nicht sagen. Die gebürtige Cloppenburgerin Prepens überzeugte bereits vor dieser Weltcup-Saison bei den Leistungstests. „Wir haben in Oberhof wieder sehr gute Leistungen gesehen, allen voran von Deborah Levi, die erneut den Test gewinnen konnte. Aber auch Lauryn Siebert und Talea Prepens sind in unmittelbarem Distanz mit geringen Rückständen, auch mit sehr, sehr guten Leistungen“, sagte René Spies damals.








































































