74 Minuten dauerte ihre Pflichtspielpremiere in Schwarz-Gelb – ausgerechnet gegen den FC Bayern München. Doch die der ersten Runde des DFB-Pokals folgenden Meisterschaftsspiele in der Regionalliga zeigten: Noch ist die Leidenszeit für Frederike Kempe bei Borussia Dortmund nicht beendet. Und daran ändert auch ein Ereignis nichts, das für die 28-Jährige aus Meschede sehr selten ist.
BVB: Kempe verpasst „Heimspiel“
Vom Bundesligisten RB Leipzig wechselte Kempe vor dieser Saison zum BVB in die Regionalliga. Anstatt wie geplant vom Liga-Start an alles zum nächsten Aufstieg der Borussinnen auf dem Weg in die 1. Bundesliga beitragen zu können, musste die Sauerländerin auf Grund einer muskulären Verletzung erstmal pausieren. Fünf Spiele in der Regionalliga verpasste die Innenverteidigerin ebenso wie das „Heimspiel“ im HSK im Westfalenpokal beim Westfalenligisten SV Thülen.
„Ich habe mich vorab natürlich sehr gefreut, dass ich für das Spiel rechtzeitig fit geworden bin“, erzählte Kempe nun über ihr Comeback in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den Branchenprimus FC Bayern München. Fast 16.000 Zuschauer sorgten im Stadion Rote Erde für eine tolle Atmosphäre und die 0:2-Niederlage wurde als ein achtbares Ergebnis für den BVB gewertet.
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„Mein Debüt vor so einer tollen Kulisse geben zu dürfen und dann auch noch direkt in der Startelf zu stehen, war natürlich sehr besonders. Ich habe mich sehr über das Vertrauen von Markus (Trainer Markus Högner; Anm. d. Red.) gefreut. Dass wir am Ende aus dem DFB-Pokal ausgeschieden sind, war im ersten Moment natürlich schade. Ich möchte immer gewinnen. Trotzdem glaube ich, dass wir auf die Leistung an dem Abend sehr stolz sein können und dass wir uns gut präsentiert haben“, resümierte Kempe.
Tatsächlich kommt es eher selten vor, dass ich mal ein Tor schieße. Umso schöner, dass es mir beim BVB so schnell gelungen ist.
Frederike Kempe
Und die Meschederin ergänzte, dass ihre Mannschaft und sie so „ein tolles Ergebnis in Zukunft gerne wiederholen wollen“. Das gilt ebenso für ihr erstes Tor im BVB-Dress. Beim 9:0-Sieg gegen GSV 1910 Moers gelang Kempe das zwischenzeitliche 5:0, während die aus Marsberg-Giershagen stammende Nora Willeke das 4:0 erzielte.

„Tatsächlich kommt es eher selten vor, dass ich mal ein Tor schieße. Umso schöner, dass es mir beim BVB so schnell gelungen ist“, sagte Kempe und erklärte: „Was diesbezüglich an Toren noch zu erwarten ist, wird sich zeigen. Wenn ich der Mannschaft damit helfen kann, dann mache ich das natürlich gerne.“ In der Saison 2023/24 traf sie zweimal für RB Leipzig in der Bundesliga, beide Male gegen die SGS Essen. Seit dem 9. Februar 2024 dauerte die torlose Zeit in Pflichtspielen an.
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Vorerst dürfte aber der Platz in der Startelf das oberste Ziel Kempes sein. Sowohl gegen Moers als auch beim folgenden 1:1 gegen Arminia Bielefeld – mit der Neheimerin Sophia Thiemann – wurde sie eingewechselt. „Ich fühle mich gut und merke, dass ich mit jeder Einheit immer besser reinkomme. Sicherlich ist noch etwas Luft nach oben, das ist nach einer Verletzung aber auch normal“, sagte Kempe. „Ich denke ich bin auf einem guten Weg und freue mich, dem Team jetzt auch aktiv auf dem Platz helfen zu können“, erklärte sie. Nächste Chance: Im Heimspiel gegen DJK Wacker Mecklenbeck am Sonntag.




