In der Farbe Rot stechen die Buchstaben direkt ins Auge. „Extreme Hitze“ – so wird vor dem aktuellen Wetter in Shanghai gewarnt. Bis zu 35 Grad bei einer Luftfeuchtigkeit knapp unter 90 Prozent überlagern auch die Weltmeisterschaften im Rudern, bei denen es Alexandra Föster, Top-Ruderin des RC Meschede, zum ersten Mal in ihrer Karriere im Frauen-Einer ins WM-A-Finale schaffte. Direkt nach Rang drei im Halbfinale folgte allerdings ein Schock für die Sauerländerin.
Föster: Dritte in ihrem Halbfinale
„Die Hitze ist enorm. Unter solchen Bedingungen habe ich auch noch keinen Wettkampf erlebt“, erzählte Fösters Trainer Sebastian Kleinsorgen nach dem Halbfinale. Als Dritte ihres Laufes qualifizierte sich seine 23-jährige Ruderin für das Finale. Die dreifache U23-Weltmeisterin kam in 7:38,20 Minuten hinter der in diesem Jahr noch ungeschlagenen Britin Lauren Henry (7:28,75) und der Dänin Frida Sanggaard Nielsen (7:33,93) ins Ziel. Damit rudert Föster am Sonntag (8.17 Uhr MESZ) erstmals in einem WM-A-Finale um eine Medaille.
„Wir freuen uns riesig über den Finaleinzug. Das war ein wichtiger Schritt für uns, da uns dies die letzten Jahre verwehrt blieb. Das ist eine wichtige Belohnung für eine schwierige Saison“, erklärte Kleinsorgen. Dass sich die schwierige Saison in Shanghai trotz des Erfolgs gewissermaßen fortsetzt, liegt an der Hitze. „Leider ist Alex, was die Hitze angeht, schon immer sehr anfällig gewesen. Sie liegt gerade mit einem Sonnenstich im Bett und wird von unserem Arzt behandelt. Wir gehen aber davon aus, dass die Qualen nach der kommenden Nacht vorüber sein sollten“, berichtete der Coach.
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Generell stehe das Hitzemanagement besonders im Vordergrund. Vor dem Start halten sich Föster und Co. so lange wie möglich in klimatisierten Räumen auf, auch das Aufwärmen auf dem Ergometer findet im kühlen Bereich statt.

„Ich habe eine Kühlweste von zu Hause mitgebracht, die man mit kaltem Wasser befüllen kann. Die hat gegenüber Westen, die mit Eis befüllt werden, den Vorteil, dass dem Körper die Wärme entzogen wird, da dieser bei der Kühlung trocken bleibt. Die Westen mit Eis befeuchten den Schweiß auf der Haut“, erklärte Kleinsorgen.
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Mit Kühlweste, kaltem Tuch samt Kappe auf dem Kopf und einem gekühlten Handtuch um den Hals geht es für Föster dann zum Start. „Danach ist der Körper der puren Sonneneinstrahlung und Hitze ausgesetzt. Durch die Belastung im Rennen heizt er sich auf über 39 Grad auf. Deshalb wartet unser Arzt hinter dem Ziel mit einer neuen Kühlweste und ausreichend kühlen Getränken sowie kalten Handtüchern auf unsere Sportler“, berichtete Kleinsorgen.




