Zusammenfassung

  • Pauline Emig, 17-jährige Mittelblockerin des RC Sorpesee, ziert das Cover des neuen Volleyballmagazins und erlebt dadurch gesteigerte Popularität in ihrer Umgebung.
  • Der RC Sorpesee setzt auf Nachwuchs aus der Region und strebt mit einem verjüngten Team sportliche und persönliche Entwicklung an.
  • Cheftrainer Martin Barthel ist überzeugt vom Potenzial des aktuellen Kaders und möchte an den Erfolg der letzten Saison in der 2. Bundesliga Nord anknüpfen.

„Ich bin einfach gefragt worden, ob ich mir das vorstellen könne“, berichtet Volleyballerin Pauline Emig gut gelaunt im Gespräch mit dieser Zeitung. Sie lächelt vom Cover des frischgedruckten RCS-Magazins und sie lächelt auch, wenn sie darauf angesprochen wird.

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„Eine große Ehre“ sei das für sie, sagt die Schülerin – lange überlegen, ob sie es machen soll, musste die 17-Jährige aber nicht. Zumal die etwas älteren Spielerinnen des RC Sorpesee ja schon mal „dran“ waren – und da liegt es auf der Hand, dass die jungen Athletinnen beim Volleyball-Zweitligisten stärker in den Fokus rücken. Auf dem Volleyballfeld oder eben auch als „Covergirl“ auf Seite 1 des Saison-Heftes.

RC Sorpesee: Spielerinnen haben großen Bekanntheitsgrad

Beim RC Sorpesee, der auf den Nachwuchs aus der Region setzt, sowieso. Erfreulicher Nebeneffekt ist, dass die Popularität der Spielerinnen am Sorpesee und in der Umgebung groß ist.

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Das spürt auch Emig. „Manche Mitschülerin oder mancher Mitschüler spricht einen schon darauf an – auch auf die Plakate, die in der Saison die Heimspiele ankündigen“, verrät die Mittelblockerin. Neben der schon erwähnten „Ehre“ sorge das auch für ein ein wenig Druck, aber im positiven Sinne. „Man will dann ja auch performen“, betont die Schülerin des Städtischen Gymnasiums Sundern.

Ich sehe uns ähnlich spielstark wie in der Vorsaison. Wir wollen Sport zeigen, der authentisch und ehrlich ist.

Martin Barthel, , Trainer RC Sorpesee

Die erste Pflichtaufgabe stand schon an diesem Samstagabend im Schulzentrum Sundern an. Im WVV-Pokal-Viertelfinale gegen Spontent Düsseldorf konnten sich die Sauerländerinnen aber nicht durchsetzen, sondern verloren gegen das ambitionierte Volleyballprojekt aus der Landeshauptstadt mit 0:3

. „Wir haben in der Vorbereitung nur ein Spiel knapp verloren“, sagt Cheftrainer Martin Barthel aber durchaus selbstbewusst mit Blick auf die kommenden Aufgaben in der Liga. „Dort können wir auf Augenhöhe mithalten“, ist sich der 54-Jährige sicher.

Cover
Das RCS-Saisonmagazins vor dem Start der Volleyball-Zweitligasaison 2025/26 mit Pauline Emig auf dem Cover.© WP | Mues + Schrewe/R. Litera

An den herausragenden vierten Platz in der 2. Bundesliga Nord im letzten Spieljahr will er ausdrücklich anknüpfen. „Vom aktuellen Kader bin ich absolut überzeugt“, sagt der Lehrer, der als Schulleiter quasi auf zweifache Weise Vorgesetzter von Spielerinnen wie Pauline Emig ist. „Ich sehe uns ähnlich spielstark wie in der Vorsaison. Wir wollen Sport zeigen, der authentisch und ehrlich ist.“

Barthel als Entwickler junger Spielerpersönlichkeiten

Barthel, der zuvor als Co-Trainer beim RCS fungierte, bis er das Team am 1. Februar 2025 von Julian Schallow übernahm, ist dabei weit davon entfernt, nur den Staus Quo zu verwalten. Er will etwas entwickeln beim Ruderclub, der sich allerdings immer noch als „gallisches Dorf“ in seiner Spielklasse sieht. „Eigentlich gibt zwei Gruppen von Mannschaften in der Liga: Die Bundesstützpunkte, da wird – salopp gesagt – vor der Saison einmal ‚durchgewischt‘ und im Kader aussortiert. Und auf der anderen Seite etwas ‚ältere‘ Mannschaften, die aus etwas größeren Städten wie Hildesheim, Bonn oder Münster stammen.“

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Und der RC Sorpesee? Der ist zwar eher wie ein Stützpunkt-Team ausgerichtet, geht aber seinen ganz eigenen Weg. „Wir sortieren nicht aus! Das ist schon mal ein Riesen-Unterschied“, betont Bartel. Die nach den Abgängen von Kim Spreyer, Nicole Freiburg und Lara Schumann noch einmal deutlich verjüngte Mannschaft macht genau das aus: ihr großes Potenzial.

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Zum Einen liegt Trainer Barthel und seinem Team logischerweise der „sportlich-fachliche Teil“ am Herzen. Marschroute dabei laut Martin Barthel: „Optimierung der Leistung, ohne sich verrückt zu machen.“

Als seine „Hauptarbeit“ sieht der Coach aber den „pädagogischen Aspekt“. „Dieses Team ist aus dem eigenen Nachwuchs entstanden und soll sich nicht nur sportlich, sondern auch persönlich entwickeln“, unterstreicht auch Abteilungsleiter Tobias Kleffner. Barthel drückt diesen Ansatz mit einer Frage an seine Spielerinnen aus: „Wo ist eine neue Grenze, die ich überschreiten kann?“

RC Sorpesee: Auch die Lehrer fiebern mit

Herausforderungen, denen sich Pauline Emig gerne stellt. Denn so entstehen gute Leistungen. Welche wiederum die entsprechenden Ergebnisse nach sich ziehen. Ihr Umfeld fiebert ja mit den RCS-Mädels mit. „Es interessiert ganz viele, wie es bei uns läuft. Vor allem viele Lehrer fragen mal nach und möchten mal zum Spiel kommen. Oder sie verfolgen unsere Spiele über den Livestream oder im Ticker“, weiß Emig.

Wenn es für Sorpesee läuft wie erhofft, wird sie wird noch oft von ihren Spielen in der 2. Volleyball-Bundesliga Nord erzählen können. Und das mit einem Lächeln.