Borussia Dortmunds Gruppe an Nationalspielern lichtet sich. 13 Profis sollten an diesem Montag auf Länderspielreise gehen. Jetzt aber machen sich nur zwölf Stars auf den Weg zu ihren Verbänden: Felix Nmecha wird die Partien mit der DFB-Elf gegen die Schweiz am Freitag und drei Tage später gegen Ghana verletzt verpassen – und nicht nur diese. Das teilte der Klub am Montagvormittag mit.

Der 25-Jährige hat sich in der Bundesliga-Partie gegen den Hamburger SV am Samstagabend (3:2) am Außenband verletzt. Nmecha droht eine wochenlange Pause, möglicherweise sogar das Saisonaus. Der letzte Spieltag gegen Werder Bremen ist für den 16. Mai terminiert, eine Woche später beginnt die WM-Vorbereitung mit der DFB-Elf.

BVB hatte Nmecha-Vertrag erst verlängert

Nmecha hatte erst in der vergangenen Woche seinen Vertrag beim BVB vorzeitig bis 2030 verlängert. Für den Klub war das ein Coup, nach zwei eher schwierigen Saisons in Dortmund ist Nmecha inzwischen der Unterschiedsspieler im zentralen Mittelfeld und stand auf den Zetteln mehrer Top-Klubs. BVB-Geschäftsführer Sport Lars Ricken erklärte den Deal wie folgt in der Pressemitteilung: „Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Weg mit Felix gemeinsam fortsetzen werden. Er identifiziert sich absolut mit Borussia Dortmund und ist ein ganz zentraler Baustein unserer strategischen Kaderplanung. Seine Vertragsverlängerung ist ein Signal für Kontinuität und unterstreicht unsere Überzeugung, in den nächsten Jahren zusammen erfolgreich zu sein.“ Kurzfristig allerdings muss der BVB im Zentrum umplanen. Jobe Bellingham und Marcel Sabitzer dürften nun ein Duo bilden. Möglich ist auch, dass nun Carney Chukuwuemeka auf der Acht zu mehr Spielzeit kommt.

Damit werden zwei BVB-Profis den Klub im kommenden DFB-Lehrgang repräsentieren: Nico Schlotterbeck und Waldemar Anton. Besonders Schlotterbeck hat gute Chancen, als Stammspieler zum Turnier zu fahren.