30 Millionen Euro ließ sich Borussia Dortmund im Sommer 2023 die Dienste von Felix Nmecha kosten. Nicht wenige zogen damals die Augenbrauen hoch, fragten sich: Ist dieser Spieler so viel Geld wert? Ausräumen konnte das ehemalige Talent Manchester City die Zweifel lange nicht, weil er sich gefühlt genauso viele Verletzungen zuzog wie ansprechende Leistungen zeigte.
Zweifel gibt es inzwischen keine mehr, weder an Nmechas Können noch am Transfer. 25 Jahre ist er inzwischen alt und aus der Dortmunder Mannschaft nicht mehr wegzudenken. Woche für Woche beeindruckt Nmecha, dessen Gesamtpaket aus Körperlichkeit, Tempo und Technik nur wenige Spieler mitbringen, in einer Art und Weise, dass die vor knapp drei Jahren von Sportdirektor Sebastian Kehl mit dem VfL Wolfsburg vereinbarte Ablöse als guter Deal erscheint – und längst andere Vereine aufmerksam geworden sind.
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Im Januar berichtete diese Redaktion, dass der BVB eine Verlängerung mit Nmecha grundsätzlich im Sinn hat. „Ich mache meine Hausaufgaben, machen Sie sich keine Sorgen“, sagte Kehl in der vergangenen Woche. Die Gesprächskanäle sind geöffnet, jetzt gilt es, über die kommenden Wochen, vielleicht Monate, eine gemeinsame Basis zu finden.
BVB-Verlängerung? Nmecha-Berater bleibt vage
Kehls Gesprächspartner im Fall Nmecha ist Tobi Alabi, der Berater des Nationalspielers. „Felix“, sagte der Interessensvertreter des Spielers vor der wichtigen Champions-League-Partie gegen Atalanta Bergamo gegenüber der Sport Bild, „hat noch zwei Jahre Vertrag, und das respektieren wir voll und ganz. Borussia Dortmund hat eine wichtige Rolle in seiner Entwicklung gespielt, und er ist dankbar für das Vertrauen und die Plattform, die ihm der Verein gegeben hat.“
Alabi fügt an: „Der Spieler entwickelt sich von Saison zu Saison weiter, und wenn ein Spieler gute Leistungen zeigt, gibt es natürlich immer Interesse und Fragen zur Zukunft. Das gehört zum Spitzenfußball dazu und spiegelt die Fortschritte wider, die er gemacht hat.“ Nmechas Fokus gehöre ganz klar Borussia Dortmund und den Zielen des Klubs.
BVB will keinen zweiten Fall Schlotterbeck
So klingen branchenübliche Worte, mit denen man sich nicht in die Karten schauen lassen möchte. Weder stellt Alabi eine Verlängerung klar in Aussicht, noch schließt er diese aus. Was allerdings beim Verweis auf die Vertragslaufzeit bis Sommer 2028 durchklingt: Eilig hat man es aufseiten des Spielers nicht.
Beim BVB hingegen hält sich die Lust auf eine Hängepartie wie im Fall Nico Schlotterbeck in Grenzen. Der Star-Innenverteidiger, 26, hat auch wenige Monate vor Eintritt in sein letztes Vertragsjahr noch immer nicht verlängert. Begehrlichkeiten wecken sie, Schlotterbeck und Nmecha, jedenfalls beide.





