Bei Borussia Dortmund ist derzeit mächtig was los: Tagelang wurde der BVB vom Waffen-Wirbel um Karim Adeyemi in Atem gehalten, am Samstagnachmittag folgte das spektakuläre 3:3 gegen den VfB Stuttgart. Am Sonntag trug sich eine ähnlich dramatische Mitgliederversammlung zu, an deren Ende sich Hans-Joachim Watzke zwar neuer BVB-Präsident nennen, aber angesichts eines schwachen Wahlergebnisses von 59 Prozent nur bedingt freuen durfte. Am Montag folgte die Versammlung der BVB-Aktionäre, und nun das Champions-League-Duell gegen Villarreal im Signal Iduna Park.

Die Startelf des BVB: Kobel - Anselmino, Schlotterbeck, Anton - Svensson, Couto - Sabitzer, Nmecha - Adeyemi, Brandt - Guirassy.

Beim BVB stand überraschend Aaron Anselmino in der Startelf. Dafür saß Kapitän Emre Can auf der Bank. Neu in der Anfangsformation dabei war auch Karim Adeyemi, der als Einwechselspieler gegen den VfB Stuttgart (3:3) als Torschütze glänzte. Verletzt fehlt im Kader Maximilian Beier. Zurück im Kader war dafür Julien Duranville

Der Ticker zum Nachlesen: BVB gegen Villarreal

BVB zeigt wieder das Champions-League-Gesicht

Borussia Dortmunds Fanseele ist vorerst wieder beruhigt. Mit reichlich Glück machte der BVB nach zuvor drei sieglosen Pflichtspielen am Stück in der Champions League einen wichtigen Schritt in Richtung K.o.-Phase. Gegen den FC Villarreal gewann das Team von Trainer Niko Kovac am Dienstag nach schwacher erster Hälfte mit 4:0 (1:0) - in der Höhe allerdings zu hoch gegen lange Zeit nur zu zehnt spielende Gäste. 

Serhou Guirassy beendete mit einem Doppelpack (45.+2/54.) seine Torflaute, außerdem traf Karim Adeyemi nach dem Wirbel um seinen Strafbefehl wegen illegalen Waffenbesitzes erneut (58.). Das vierte Dortmunder Tor gelang Daniel Svensson (90.+5). Villarreals Juan Foyth wurde wegen absichtlichen Handspiels auf der Linie mit einer Roten Karte bedacht - eine harte Entscheidung. Zudem hatte der BVB gegen den Dritten der Primera División bei den ersten drei Toren auch gehörig Glück.

„Die Rote Karte, die tut uns schon gut“, sagte Nationalspieler Nico Schlotterbeck bei Amazon Prime. Der Abwehrspieler sah eine deutliche Leistungssteigerung: „Zweite Halbzeit war das echt gut. So, wie wir uns das vorstellen.“

Mit nun zehn Punkten aus fünf Spielen vergrößerten die Dortmunder ihre Chancen auf einen direkten Achtelfinaleinzug. Villarreal hingegen bleibt weiter sieglos in der Königsklasse des europäischen Fußballs. „Wir haben jetzt noch drei Spiele, zwei zu Hause. Ich bin der Meinung, wenn du zwei Spiele gewinnst, bist du durch“, sagte Schlotterbeck. (mit dpa)