Maronen? Kannte ich früher nur vom Namen – und vom Weihnachtsmarkt, wo ich sie irgendwann zum ersten Mal probierte. Ich bin eben ein Nordlicht: Kastanien gehörten für mich lange eher in die Bastelkiste als auf den Teller. Dabei stehen in meiner Straße wunderschöne Kastanienbäume. Irgendwann fragte ich mich: Kann man damit nicht etwas anfangen? Man kann. Allerdings nur, wenn es sich um Esskastanien handelt – Rosskastanien sind ungenießbar und bleiben bitte reine Herbstdeko. Damit begann mein kleiner Ausflug in die Welt der Maronen. Ich sammelte, probierte und legte ein. Das Ergebnis sehen Sie hier. Kein passender Baum vor der Haustür? Vorgegarte Maronen aus dem Supermarkt funktionieren ebenfalls. Die finden Sie meist in der Obst- und Gemüseabteilung. Im Vakuumbeutel etwa fünf Minuten in kochendem Wasser erwärmen, anschließend wie beschrieben auf die Gläser verteilen. Mission erfüllt. 

Rezept: Eingelegte Maronen für eine Frau mit Mission 

  • Die Zutaten aus diesem Rezept reichen für 2 Gläser (à ca. 350 ml, 4 Portionen).
  • Zubereitungszeit: ca. 50 Minuten
  • Nährwertangaben: Pro Portion ca. 3 g E, 2 g F, 44 g KH, 280 kcal

Zutatenliste:

  • 500 g Maronen (ersatzweise 400 g gekochte, vakuumierte Maronen)
  • 4 Stiele Thymian
  • 1 TL Wacholderbeeren
  • 1 TL Pimentkörner
  • 1 EL schwarze Pfefferkörner
  • 2 Lorbeerblätter
  • 500 ml trockener Rotwein

1 Backofen vorheizen (Ober-/Unterhitze: 200 °C/Umluft: 180 °C). Maronen auf der gerundeten Seite mit einem scharfen Messer über Kreuz einritzen und auf einem Backblech verteilen. Im heißen Ofen 25–30 Minuten rösten, bis die Schalen aufspringen. Herausnehmen, kurz abkühlen lassen, dann schälen und häuten.  

2 Maronen auf zwei saubere, heiß ausgespülte Gläser (à ca. 350 ml) verteilen. Thymian waschen und trocken schütteln. Mit Gewürzen und Rotwein aufkochen und ca. 1 Minute köcheln. Heiß über die Maronen in den Gläser gießen, sodass sie ganz bedeckt sind.

Tipp: Die eingelegten Maronen passen generell gut zu Wildgerichten, Gänsebraten, Schmorgerichten, aber auch als Salattopping machen sie sich gut. Der Rotweinsud kann als Soßengrundlage benutzt werden. 

fmg