Egal ob im Tee, in süßem Gebäck oder auch mal im Müsli: Honig ist häufiger Bestandteil der Ernährung, als uns bewusst ist. Dabei darf sich das goldene Süß großer und zumeist berechtigter Beliebtheit erfreuen. Honig hat nicht nur eine antibakterielle Wirkung, sondern enthält zudem Enzyme und wichtige Mineralstoffe. Doch wie bei so vielen Dingen gibt es auch beim süßen Honig ein Aber. Einerseits enthält er zu einem großen Teil Zucker, zum anderen kann die falsche Einnahme des Honigs seine positiven Wirkungen komplett hemmen oder im schlimmsten Fall sogar Krebs begünstigen.
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Das Problem: Wird der Honig erhitzt, kann sich ein gefährliches Nebenprodukt bilden, das sogenannte Acrylamid. Es entsteht, wenn stärke- oder kohlenhydrathaltige (also auch zuckerhaltige) Nahrungsmittel auf über 120 Grad erhitzt werden. Wird der Honig also beim Backen, Frittieren oder Braten verwendet, ist die Gefahr groß, dass sich eben jenes Acrylamid bildet. Und das kann Studien zufolge Krebserkrankungen begünstigen.
Krebs durch die Ernährung: Nicht nur Honig im Fokus
Die potenziell krebserregende Wirkung konnte nicht nur bei Honig, sondern auch bei anderen Lebensmitteln festgestellt werden – eben jenen, die hoch erhitzt werden. Dazu zählen zum Beispiel Pommes frites, Chips oder Backwaren. Honig sollte bestenfalls also erst nachträglich aufs Essen geträufelt werden, sobald dieses auf eine Temperatur unter 120 Grad erkaltet ist.

Die genaue Wirkung des Acrylamids auf den menschlichen Körper ist bisher noch nicht eindeutig bekannt. Dennoch gilt es, Vorsicht walten zu lassen. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) schreibt dazu: „Während in einigen Studien ein erhöhtes Krebsrisiko beobachtet wurde, war dies in anderen Studien nicht der Fall. Aufgrund der uneinheitlichen Datenlage kamen die Sachverständigen der EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, Anm. d. Red.) zu dem Schluss, dass ein Zusammenhang zwischen der Acrylamidaufnahme und einer Krebserkrankung beim Menschen weder angenommen noch ausgeschlossen werden kann.“
Tierstudien wiesen jedoch darauf hin, dass das Acrylamid das Erbgut verändert und auch Tumore begünstigen kann. Da die dort verabreichten Dosen von Acrylamid jedoch deutlich höher waren als bei einem entsprechenden täglichen Verzehr durch den Menschen, ist dieser Effekt nicht uneingeschränkt übertragbar.
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Honig gesund: Auf die Zubereitung kommt es an
Allgemein gilt jedoch: Wird der Honig nicht übermäßig erhitzt, bleiben die wichtigen Inhaltsstoffe erhalten. Durch seinen hohen Zuckeranteil von bis zu 80 Prozent ist Honig allerdings kein wirklich gesundes Lebensmittel und sollte nur in Maßen konsumiert werden. Ansonsten drohen unter anderem Diabetes, Karies und Entzündungskrankheiten.
Übrigens: Kinder unter einem Jahr sollten sogar ganz auf Honig verzichten. Die Verbraucherzentrale schreibt dazu: „Honig kann Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum enthalten. Die Darmflora ist in diesem Alter noch nicht stabil genug, um die Besiedelung mit den Keimen sicher zu verhindern. Sollte sich das Bakterium ansiedeln, kann es ein lebensbedrohliches, muskellähmendes Gift bilden.“ Auch immungeschwächte Personen sollten sicherheitshalber keinen Honig verzehren.








