Blumenbeete bepflanzen, den Rasen mähen, Unkraut jäten: Es gibt viele verschiedene Wege, die heimische Grünoase auf Vordermann zu bringen. Dass das nicht nur optisch schön ist oder der Natur guttut, sondern auch Vorteile für den Gärtner oder die Gärtnerin mit sich bringen kann, haben über die letzten Jahre immer wieder Studien untersucht und belegt.

Im Folgenden sollen drei der größten Benefits von Gartenarbeit für unseren Körper näher betrachtet werden – womöglich mit dem ein oder anderen überraschenden Fakt.

Gartenarbeit hält uns körperlich fit

Der wohl offensichtlichste Vorteil für unseren Körper vorab: Wer gärtnert, der ist körperlich aktiv – und das kann gewissermaßen als Workout betrachtet werden, wie etwa Expertinnen und Experten des Detroit Medical Centers darlegen.

Sie betonen, dass einige Aktivitäten während der Gartenarbeit bestimmte Muskelgruppen trainieren und zudem „erheblich Kalorien verbrennen“. Hierzu gehören etwa das Heben schwerer Gegenstände, das Graben von Löchern oder das Zusammenhaken von Laub und anderem Grünschnitt.

„Selbst die weniger anstrengenden Formen der Gartenpflege können etwa 300 Kalorien pro Stunde verbrennen.“

Expertinnen und Experten des Detroit Medical Centers

Die positiven Effekte auf den Körper würden vor allem dann auftreten, wenn regelmäßig im Garten gearbeitet werde. Dabei muss nicht durchgängig Schwerstarbeit geleistet werden, betonen die Expertinnen und Experten aus Detroit weiter: „Selbst die weniger anstrengenden Formen der Gartenpflege können etwa 300 Kalorien pro Stunde verbrennen.“

Folgende Tipps nennt das Detroit Medical Center für diejenigen, die ihre Gartenarbeit tatsächlich in eine Trainingseinheit umwandeln möchten:

  • Gearbeitet werden sollte mindestens zweieinhalb Stunden in der Woche.
  • Dabei sollten Gartenarbeiten im Fokus stehen, die die Atmung und Herzfrequenz erhöhen und zudem die Muskeln stärken. Außerdem sollte zwischen verschiedenen Arten der Gartenarbeit variiert werden, damit mehrere Körpergruppen beansprucht werden und zudem nicht die Lust am Gärtnern vergeht.
  • Wer eine Weile pausiert und mal ein paar Wochen oder Monate nicht körperlich aktiv war, sollte langsam und mit nur ein paar Minuten körperlicher Aktivität am Tag beginnen. Nach und nach kann das Ganze dann intensiviert werden – so kann sich der Körper langsam an das „Training“ gewöhnen.

Gartenarbeit tut unserem Alterungsprozess gut

Studien zeigen: Über die Vorteile für unsere Fitness hinaus, kann das Gärtnern zudem dazu beitragen, dass wir fit im Kopf bleiben. So haben Forschende aus China und den USA in einer in 2024 veröffentlichten Studie untersucht, inwiefern Gartenarbeit das Risiko einer subjektiven kognitiven Störung (SDC), einem Vorläufer von Demenz, mindern oder deren Begleiterscheinungen abschwächen kann.

Die Studienergebnisse, basierend auf der Teilnahme von knapp 137.000 Menschen im Alter von 45 Jahren oder älter, ergaben: Menschen, die sich regelmäßig körperlich betätigen, worunter auch die Arbeit im Garten zählt, sind weniger wahrscheinlich von Gedächtnisproblemen und anderen kognitiven Einschränkungen betroffen. Gründe hierfür, die die Forschenden aufführen, sind etwa der mit der Gartenarbeit verbundene höhere Energieverbrauch oder ein höherer Verzehr von Obst und Gemüse.

Wer gärtnert, tut etwas für seine mentale Gesundheit

Doch nicht nur im Alter tut das Gärtnern etwas für unser Köpfchen. Das zeigen bereits im Jahr 2015 veröffentlichte Forschungsergebnisse von Ivy Shiue aus der Gesundheitsabteilung der Northumbria University in England.

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Basierend auf großen Datensätzen aus Gesundheitsbefragungen der schottischen Bevölkerung konnte Shiue feststellen, dass Erwachsene, die Gartenarbeit betrieben, weniger wahrscheinlich über eine schlechte psychische Gesundheit berichteten. Ebenso gaben sie an, sich besser konzentrieren und alltägliche Aktivitäten besser genießen zu können.

Weitere mit dem Gärtnern verbundene Vorteile, die die Erwachsenen im Rahmen von Shiues Studie angaben, umfassten etwa, dass sie leichter Entscheidungen treffen, sich glücklich fühlen und das Gefühl haben, ihr Leben auf eine nützliche Art und Weise leben zu können.