Vitamine sind wichtig für unseren Körper. Fehlen uns bestimmte Vitamine, kann das unter anderem zu starker Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Schwindel, Gliederschmerzen und einem geschwächten Immunsystem führen. Und sogar zu Heuschnupfen? Das behaupten zumindest zahlreiche Internetseiten, die einen Mangel an Vitamin C oder Vitamin D mit dem Auftreten einer Pollenallergie in Verbindung bringen.

So soll Vitamin C, wenn Allergiepatienten es einnehmen, als natürliches Antihistaminikum fungieren. Antihistaminika sind eine Form der Medikamente, mit denen die Symptome des Heuschnupfens bekämpft werden. Doch was ist dran an dem angeblichen Zusammenhang zwischen Vitaminen und Allergien? Gar nichts, so Thomas Fuchs, Allergologe der Universitätsmedizin Göttingen und Pressesprecher des Ärzteverbands Deutscher Allergologen.

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„Es fehlt kein Vitamin bei einem Heuschnupfen – Vitamin C hilft sicherlich nicht, macht allenfalls Probleme“, sagte der Experte dieser Redaktion. Studien, in denen Heuschnupfensymptome durch Vitamin C, auch Ascorbinsäure genannt, gelindert wurden, würden einer kritischen Bestandsaufnahme nicht standhalten.

Tatsächlich kann der Versuch, die Symptome durch Vitamin C zu behandeln, sogar schädlich für die Gesundheit sein. „Ascorbinsäure macht bei längerer Einnahme und auch bei höherer Dosierung mehr oder weniger obligatorisch Nierenprobleme“, erklärt Fuchs.

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Eine Behandlung von Allergiesymptomen mit Vitamin C oder Vitamin D würde sich nicht in den medizinischen Leitlinien finden, bestätigt auch Torsten Zuberbier, Leitung Allergiefolgenforschung der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie an der Berliner Charité. Fuchs empfiehlt Patienten mit entsprechenden Symptomen, einen Allergologen aufzusuchen, der gegebenenfalls das passende Medikament – ein Antihistaminikum oder ein Kortisonpräparat – verschreibt.

Dieser Artikel erschien erstmals im April 2025.