Der frühere Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen könnte Innenminister in Sachsen-Anhalt werden. Zumindest, wenn die AfD nach der Landtagswahl im September die Regierung bildet. „Wenn es dem Land hilft, würde ich das machen“, sagt Maaßen in der am kommenden Wochenende erscheinenden Ausgabe der „Zeit“. Die AfD Sachsen-Anhalt äußert sich offiziell nicht, doch mehrere einflussreiche Politiker aus dem Landesverband bestätigen interne Gespräche. Einer sagt: „Hans-Georg Maaßen ist ein Name, der im Gespräch ist, ja.“
Auch interessant
Maaßen warnt: AfD muss bei Regierungsarbeit überzeugen
Maaßen berichtet der Zeitung zudem, er habe mit AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund „das eine oder andere Mal“ gesprochen. Siegmund wisse: „Wenn die AfD nicht liefert, ist das auch ein Schaden für die Bundespartei.“ Ein guter Wahlkämpfer sei nicht automatisch ein guter Regierender, so der einstige Chef des Bundesamts für Verfassungsschutz. „Deshalb braucht er gute Leute um sich herum, die ihn unterstützen und professionell sind, damit das nicht zu einem Schiffbruch wird.“

Ob er bereits konkret für das Amt angefragt wurde, lässt Maaßen offen. In Sachsen-Anhalt wird am 6. September gewählt. In Umfragen liegt die AfD bei 41 Prozent und damit knapp vor der absoluten Mehrheit. Die übrigen Parteien, die in den Landtag einziehen würden, kommen zusammen auf etwa 45 Prozent.
Auch interessant
fmg




