Vom Hoffnungsträger zum Buhmann: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist in der jüngsten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA weiter abgestürzt. Auf einer Bewertungsskala von 0 (sehr schlecht) bis 10 (sehr gut) erreicht der Kanzler bei den von INSA Befragten nur noch einen Wert von 2,9 und damit den schlechtesten unter allen Spitzenpolitikern, die zur Auswahl standen. Mit einem Zustimmungswert von nur noch 28,9 Prozent rutscht Merz ebenfalls auf den letzten Platz. Bei der Umfrage zuvor war er noch auf einem auch schon schlechten 18. Platz gelandet.

Besonders bitter für den Kanzler: Selbst im eigenen Lager verliert Merz weiter an Boden und wird von Rivalen in der eigenen Partei überflügelt. Mit 55,1 Prozent Zustimmung bei den CDU/CSU-Wählern liegt er hinter Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (63,6), Nordrhein-Westfalens Regierungschef Hendrik Wüst (57,1) und Innenminister Alexander Dobrindt (56,1). Laut INSA-Erhebung bewerten nur zehn Prozent der Befragten Merz positiv (8 bis 10 Punkte), während 58 Prozent eine negative Einschätzung (0 bis 4 Punkte) abgeben.

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Alice Weidel und Heidi Reichinnek verlieren ebenfalls an Zustimmung

Der allgemein am besten bewertete Politiker bleibt Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD, 4,9), gefolgt von Cem Özdemir (Grüne, 4,1) und Hendrik Wüst (CDU, 4,1). Zu den Aufsteigern zählen neben Dobrindt (CSU, 3,9) auch CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann (3,7) und Franziska Brantner, die Ko-Vorsitzende der Grünen, mit einer Bewertung von 3,5. Leicht abwärts ging es hingegen für Alice Weidel (3,7) und Linke-Fraktionschefin Heidi Reichinnek (3,4). Für das Ranking hatte INSA nach eigenen Angaben 2010 Personen in Deutschland im Zeitraum vom 24. bis 27. April befragt.

Beim aktuellen „Sonntagstrend“ von INSA hatte es am Wochenende eine Klatsche für die Bundesregierung gegeben. Demnach kommt die AfD in der Umfrage, die das Institut wöchentlich im Auftrag der „Bild am Sonntag“ erhebt, auf 28 Prozent. Das ist ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche und der stärkste Wert, den Insa bislang für die AfD gemessen hat. 

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Die Union verharrt demnach bei 24 Prozent, die SPD bei 14 Prozent. Die Grünen verlieren einen Prozentpunkt und fallen auf 12 Prozent, die Linke bleibt bei 11 Prozent. BSW und FDP kommen unverändert auf jeweils 3 Prozent und würden den Einzug ins Parlament verpassen, wenn nun ein neuer Bundestag gewählt würde. 

tok