Zusammenfassung

  • Der größte Flugzeugträger der Welt wurde im Iran-Krieg eingesetzt
  • Doch wegen mehrerer Pannen muss die „USS Gerald R. Ford“ repariert werden
  • Das Schiff hat nun den Hafen in Kreta wieder verlassen

Die „USS Gerald R. Ford“ hat mehr als nur ein Problem. Auf dem mit 333 Metern Länge größten Kriegsschiff der Welt jagt derzeit eine Panne die nächste. Zuletzt befand sich der Flugzeugträger laut dem US-Militär wegen des Kriegs mit dem Iran im Roten Meer. Doch nach zehn Monaten auf See gerieten Schiff und Besatzung an ihre Grenzen. Nach einer Zwischenstation geht es nun wieder weiter.

Iran-Krieg: Vorfall zwang Kriegsschiff zu einer Pause – nun geht die Fahrt weiter

Der größte Flugzeugträger der US-Marine, die „USS Gerald R. Ford“, hat die Souda-Bucht auf Kreta wieder verlassen und nach Informationen aus Militärkreisen Kurs auf das kroatische Split genommen. Dies berichten übereinstimmend griechische Medien. Auf dem Luftwaffen- und Marinestützpunkt wurde das Schiff nach Angaben aus Militärkreisen repariert. Hintergrund der kleinen Unterbrechung soll ein Brand an Bord gewesen sein. Dieser demoralisiere auch die Militärangehörigen.

„Gerald R. Ford“: So sieht es an Bord des US-Flugzeugträgers aus

US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford in der Nordsee vor Norwegen
Der US-Flugzeugträger USS „Gerald R. Ford“ war bis Freitag in der Nordsee an einer „Aktivität“ der Nato beteiligt.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford in der Nordsee vor Norwegen
Soldaten der Trägerdeck-Gruppe beladen einen Kampfjet.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford in der Nordsee vor Norwegen
Ein Pilot besteigt seinen Jet.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford in der Nordsee vor Norwegen
Auf dem Flugzeugträger USS „Gerald R. Ford“ sind unter anderem der Kampfjet F35, das auf elektronische Kriegsführung spezialisierte EA-18-Flugzeug, das Frühwarnflugzeug E2D sowie die Helikopterflugzeuge MH-60 „Romeo“ und MH-60 „Sierra“ im Einsatz. © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford in der Nordsee vor Norwegen
Eine Boeing F/A-18E/F Super Hornet der US Navy rollt über das Flugdeck.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford in der Nordsee vor Norwegen
Fluglotsen und Piloten kommunizieren vor allem durch Handzeichen.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford in der Nordsee vor Norwegen
Eine Boeing F/A-18E/F Super Hornet der US Navy startet vom Flugdeck, nachdem sie durch ein elektromagnetisches Katapult beschleunigt wurde.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford in der Nordsee vor Norwegen
Zahlreiche Fluglotsen, Mechaniker und Sicherheitsleute arbeiten an Deck des Flugzeugträgers.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford in der Nordsee vor Norwegen
Hinter den Jets werden vor dem Start Klappen hochgefahren.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford in der Nordsee vor Norwegen
Soldaten der Trägerdeck-Gruppe in feuerfesten Anzügen laufen über das Flugdeck.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford in der Nordsee vor Norwegen
Eine Boeing F/A-18E/F Super Hornet der US Navy im Landeanflug auf den Flugzeugträger. Das Deck ist 337 Meter lang. © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford in der Nordsee vor Norwegen
Mit dem Fanghaken ihres Flugzeugs steuern Piloten eines von mehreren quer auf Deck liegenden Stahlseilen an. Nach rund 100 Metern kommt das Flugzeug zum Stehen.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford in der Nordsee vor Norwegen
Eine Formation aus vier dänischen Lockheed F35-Kampfflugzeugen, vier Boeing F/A-18E/F Super Hornet der US Navy, zwei General Dynamics F-16 Fighting Falcon und ein Grumman E-2 Hawkeye der Navy überfliegen den Träger.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford in der Nordsee vor Norwegen
Dänische Lockheed F35-Kampfflugzeuge überfliegen den US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford in der Nordsee vor Norwegen
Der Kommandant des Carrier Air Wing Eight, Captain David J. Dartez, ist für die Luftstreitkräfte an Bord zuständig.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford in der Nordsee vor Norwegen
Im Hangardeck werden die Flugzeuge geparkt und gewartet. Hier das Frühwarnflugzeug Grumman E-2 Hawkeye.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford in der Nordsee vor Norwegen
Kommandeur David W. Skarosi im Hangardeck des Flugzeugträgers.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford in der Nordsee vor Norwegen
An Bord lebt die Hündin „Captain Sage". Sie ist ein Expeditionshund, der eine dreijährige Ausbildung abgeschlossen hat.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford in der Nordsee vor Norwegen
Die Aufgaben der flauschigen Mitarbeiterin: Seeleuten und Marinesoldaten während ihrer Einsätze bei der emotionalen Regulierung helfen, Stress abbauen und moralische Unterstützung bieten.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford in der Nordsee vor Norwegen
Die Brücke des Flugzeugträgers liegt 34 Meter über dem Flugdeck. © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford in der Nordsee vor Norwegen
Kommandeur David W. Skarosi, auf die Frage ob die Provokationen durch Russland Spuren an Bord hinterlassen: „Angst herrscht hier jedenfalls nicht, falls Sie das fragen.“© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford in der Nordsee vor Norwegen
Mechaniker arbeiten im Hangardeck. Hier werden die Flugzeuge geparkt und gewartet.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini
US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford in der Nordsee vor Norwegen
Der US-Flugzeugträger USS „Gerald R. Ford“ ist nicht mehr lange in der Nordsee vor Norwegen. Der nächste Einsatzort ist unbekannt.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini

Zum Brand an Bord des US-Flugzeugträgers kamen zuletzt weitere Details ans Licht. So habe das Feuer mehr als 30 Stunden gewütet. Der Brand war laut Militärvertretern am Donnerstag, 12. März, im Hauptwaschraum ausgebrochen, vermutlich in einem Trockner-Lüftungsschacht. Rund 600 Seeleute und Crewmitglieder verloren wegen des Brandes ihre Schlafplätze, wie die „New York Times“ berichtete. Sie konnte Matrosen nur anonym befragen, da sich die Besatzung nicht offiziell äußern darf.

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USS Gerald R. Ford: Stundenlanger Brand und ein Fäkal-Problem

Sie übernachten laut „New York Times“ provisorisch auf Böden und Tischen in Gemeinschaftsbereichen. Zwei Matrosen werden den Angaben zufolge wegen nicht lebensbedrohlicher Verletzungen medizinisch behandelt. Besatzungsangehörige berichten zusätzlich von zahlreichen Fällen von Rauchgasvergiftung. Seit dem Vorfall liegt die Bordwäscherei weitgehend lahm. Der Vorfall soll in keinem Zusammenhang mit einer kriegerischen Handlung stehen, sondern ist nur auf Verschleiß zurückzuführen.

News aus den USA

Der Brand ist nur ein Teil einer längeren Pannenserie auf dem modernsten Träger der US-Marine. An Bord gibt es seit Jahren Störungen an der Sanitäranlage mit rund 650 Toiletten, die mehrfach ausfielen. Die Navy verschob zudem eine geplante größere Instandsetzung im Werftstandort Newport News in Virginia. Das Schiff läuft derweil unter Volllast weiter. „Auch Schiffe verschleißen und werden im Laufe langer Einsätze stark beansprucht“, sagte Konteradmiral John F. Kirby, ein pensionierter Marineoffizier, der „New York Times“.

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Die „USS Gerald R. Ford“ bietet Platz für bis zu 90 Kampfflugzeuge und Hubschrauber.© AFP | -

Ab dem 28. Februar beteiligte sich die „USS Gerald R. Ford“ an den Luftangriffen auf den Iran im Rahmen der Operation „Epic Fury“. Im Pentagon wuchs die Sorge, den Träger zu lange im Kriegsgebiet zu halten. Ein hochrangiger Offizieller berichtete, dass die Marine den Flugzeugträger „George H. W. Bush“ als Ablösung vorbereitet.

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mit dpa