Alex Pretti hatte offenbar vor seinem Tod schon einmal gewaltsamen Kontakt zu Agenten der US-Einwanderungsbehörden. Wie der Sender CNN berichtet, sollen Angehörige des Heimatschutzministeriums Pretti bei einem Protest eine Woche vor den tödlichen Schüssen zu Boden gerissen haben. Dabei soll dem 37-Jährigen eine Rippe gebrochen worden sein, wie anonyme Quellen dem Sender sagten.
Demnach hatte Pretti gegen eine versuchte Festnahme protestiert. Dem Bericht zufolge sollen ICE-Agenten eine Familie verfolgt haben, Pretti habe lautstark auf die Anwesenheit der Migranten-Häscher aufmerksam gemacht, so eine Quelle zu CNN, die offenbar persönlich mit dem 37-Jährigen Kontakt hatte.
Fünf Beamte hätten den Krankenpfleger bei dem ersten Vorfall überwältigt, einer habe sich dabei auf dessen Rücken gelegt, bis die Rippe nachgab. Dann hätten die Agenten schnell von Pretti abgelassen.
„Er dachte an dem Tag, dass er sterben werde“, schilderte die CNN-Quelle. Aufzeichnungen, die der Sender einsehen konnte, hätten gezeigt, dass Pretti später wegen einer gebrochenen Rippe medizinisch versorgt worden sei. Dem Heimatschutzministerium indessen lägen „keine Aufzeichnungen über diesen Vorfall“ vor, hieß es in einer Stellungnahme des Ministeriums an CNN.

Pretti soll dem Ministerium bekannt gewesen sein
Dabei scheint Prettis Name Bundesagenten bereits bekannt gewesen zu sein, behauptet eine Quelle des Senders. Unklar sei allerdings, ob es sich dabei um die an tödlichen Schüssen beteiligten Agenten handelt und ob diese Pretti gegebenenfalls erkannt hatten, bevor es zu dem Gerangel mit dem Krankenpfleger gekommen war.
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Zumindest gibt es Anhaltspunkte dafür, dass Pretti – und andere Protestierende in Minneapolis – auf Beobachtungslisten des Heimatschutzministeriums gelandet sein könnten.
Aus einem internen Memo des Ministeriums geht hervor, dass Agenten von ICE und der Grenzschutzbehörde Border Patrol persönliche Daten über Demonstranten sammeln sollen, etwa Nummernschilder, Personalausweise und allgemeine Informationen über Hotels. Am Dienstag stellte das Ministerium außerdem eine Plattform online, auf der Hinweise über Demonstranten eingegeben werden können.
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Eine Sprecherin stritt gegenüber CNN ab, dass das Ministerium eine Datenbank über „Inlands-Terroristen“ führe, bestätigte aber, dass Bedrohungen, Angriffe und Behinderungen seiner Agenten überwacht und an zuständige Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet würden. „Das ist nichts Bahnbrechendes, das ist einfach nur das Standardverfahren“, ließ die Sprecherin wissen.



















