„Ich denke, das Schicksal blickt einem nicht oft entgegen. Doch wenn es das tut, sollte man die Gelegenheit ergreifen.“ Dieses küchenkalenderartige Bonmot stammt nicht aus der Feder eines längst vergessenen französischen Philosophen des 19. Jahrhunderts. Nein, mit diesen Worten zitiert die „Washington Post“ einen gewissen Thomas Sabula. Er ist Mitarbeiter bei Ford im Werk im US-Bundesstaat Michigan, wenn auch aktuell suspendiert. Der 40-Jährige hatte Donald Trump verbal attackiert – und dafür einen wahren Geldsegen erhalten.
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Vergangene Woche besuchte der US-Präsident eine Fabrik des Autoherstellers und wurde nicht nur mit offenen Armen empfangen. Sabula konfrontierte den Staatschef mit dessen vermeintlichen Verwicklungen in die Verbrechen des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein. Er rief Trump ein beherztes „Du bist ein Beschützer von Pädophilen“ entgegen. Mit für einen Staatsmann arg niedrigschwelliger Impulskontrolle ausgestattet, entgegnete Trump vor laufenden Kameras „Fuck you“ und zeigte dem Mann den Mittelfinger.
Das US-Unternehmen reagierte auf den Vorfall und stellte Sabula vorerst frei. Wie seine Gewerkschaft gegenüber der „Detroit Free Press“ betonte, erhalte er während dieses Zeitraums weiterhin sein volles Gehalt. Das hielt gutherzige Menschen im Internet nicht davon ab, für eine finanzielle Unterstützung des zweifachen Vaters zu sorgen.
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Es wurden zwei unterschiedliche „GoFundMe“-Kampagnen von Dritten organisiert, die diese Summe für „TJ“ Sabula zur Verfügung stellen wollten. In einem Aufruf wurde sogar behauptet, er müsse auf Gehalt verzichten. Ungeachtet der nicht zutreffenden Umstände folgten innerhalb von rund 48 Stunden mehr als 34.000 Menschen diesen Spendenaufrufen, bevor die Online-Sammelaktionen geschlossen wurden.
Letzten Endes kamen auf diese Weise erstaunliche 810.780 US-Dollar (ca. 693.663 Euro) zusammen. Diese Summe soll der Trump-Gegner bereits erhalten haben. Da verwundert es auch nicht, dass Sabula der Washington Post sagte: „Ich bereue definitiv nichts.“





