Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Kritik von US-Präsident Donald Trump an der EU-Strafe in dreistelliger Millionenhöhe gegen den US-Dienst X zurückgewiesen. Merz betonte am Dienstag in Berlin, dass deutsche und europäische Firmen in den USA ebenfalls verpflichtet seien, sich an die dortigen Gesetze zu halten und bei Verstößen mit teils sehr harten Strafen rechnen müssten. „Genauso haben amerikanische Unternehmen in Europa die hier geltenden Regeln zu akzeptieren“, sagte Merz am Dienstag in Berlin.
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„Wenn sie sich daran nicht halten, dann gibt es natürlich auch in Deutschland und in Europa Möglichkeiten der Sanktionierung“, sagte Merz bei einer Pressekonferenz auf die Frage eines Journalisten zu Trumps Äußerungen.
Der Bundeskanzler fügte an: „Dagegen ist der Rechtsweg eröffnet. Das gilt in einem Rechtsstaat, und das gilt auch in einer Rechtsgemeinschaft wie der Europäischen Union für alle Unternehmen. Nicht nur für europäische, sondern auch für amerikanische und alle weiteren. Das ist der Rechtsrahmen. Das ist die Rechtsordnung, in der wir uns hier in Europa bewegen. Und das gilt für alle Unternehmen uneingeschränkt und gleichermaßen.“
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EU verurteilt X – Merz kennt Trump-Kritik
Die EU hatte am Freitag eine Strafe in Höhe von 120 Millionen Euro gegen X verhängt und dies mit mangelnder Transparenz bei Werbung und Nutzerkonten auf der Plattform begründet. Der Eigentümer von X, Tech-Milliardär Elon Musk, sprach sich daraufhin auf X für die Abschaffung der EU aus. Am Montag bezeichnete US-Präsident Trump die Strafe als „grässlich“ und erklärte, die EU müsse „sehr aufpassen“.
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Merz äußerte sich nach einem Treffen mit dem armenischen Regierungschef Nikol Paschinjan. Er habe „die Wortmeldung des Präsidenten natürlich zur Kenntnis genommen“, sagte der Bundeskanzler mit Blick auf Trump.
lro/AFP








