Erika Kirk, die Witwe des ermordeten konservativen Aktivisten Charlie Kirk, hat öffentlich ihre Unterstützung für JD Vance, den amtierenden Vizepräsidenten der USA, bekundet und sich damit in die Debatte um die Präsidentschaftswahlen 2028 eingemischt. In einem Interview mit der Moderatorin Megyn Kelly erklärte sie, dass ihr verstorbener Ehemann bis zuletzt entschieden dafür war, dass ihre Jugendorganisation Turning Point USA Vance bei einer möglichen Kandidatur unterstützen sollte. „Eines unserer letzten Gespräche drehte sich darum, wie entschlossen er war, JD für 2028 zu unterstützen“, sagte Erika Kirk. Es sei ein Wunsch ihres Mannes gewesen, den sie nun weitertrage. Die Sender ABC und CNN zitierten aus dem Interview, dass die Unterstützung von Turning Point für Vance bei einer möglichen Präsidentschaftskandidatur 2028 „in Arbeit“ sei.

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Charlie Kirk war Gründer und Leiter von Turning Point USA, der größten konservativen Jugendorganisation des Landes, die heute über 650.000 Mitglieder zählt und an vielen Schulen und Universitäten aktiv ist. Als prominenter Trump-Unterstützer und Vertreter der „Make America Great Again“-Bewegung (MAGA) prägte Kirk die konservative Szene, bevor er am 10. September bei einer Veranstaltung in Utah erschossen wurde. Nach seinem Tod übernahm Erika Kirk die Leitung der Organisation.

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Erika Kirk und JD Vance: Foto zeigt innige Umarmung

Die Verbindung zwischen JD Vance und Erika Kirk sorgte kürzlich für Schlagzeilen, als ein Foto ihrer innigen Umarmung bei einer Turning-Point-USA-Veranstaltung viral ging. „Sie haben gerade das emotionale Video abgespielt. Ich gehe hinüber, er geht auch hinüber. Ich fange an zu weinen. Er sagt: ‚Ich bin so stolz auf dich.‘ Und ich sage: ‚Gott segne dich‘ und berühre seinen Hinterkopf“, erklärte Erika Kirk später im Interview mit Kelly. Ihre „Sprache der Liebe“ sei Berührung, betonte sie, und fügte hinzu: „Jedem, den ich umarmt und dabei den Hinterkopf berührt habe, sage ich immer: ‚Gott segne dich.‘“ Wenn Leute diese Gesten falsch interpretieren wollten, könne sie damit leben. Innige Umarmungen sind bei Erika Kirk nicht selten: Anfang November hat sie im Oval Office den neuen US-Botschafter für Indien, Sergio Gor, ähnlich innig umarmt.

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Spekulationen über die Beziehung zwischen Kirk und Vance haben politische Kommentatoren dazu animiert, mögliche Auswirkungen auf die Zukunft des Vizepräsidenten zu diskutieren. Während diese Schlagzeilen weiter kursieren, hat Vance betont, dass er sich aktuell auf seine Aufgaben als Vizepräsident und die Zwischenwahlen 2026 konzentriere. Donald Trump selbst äußerte allerdings, es sei „höchstwahrscheinlich“, dass Vance bei den Wahlen 2028 als republikanischer Präsidentschaftskandidat antreten werde. Neben ihm wird Marco Rubio, der amtierende Außenminister, als weiterer potenzieller Kandidat gehandelt.

US-Vizepräsident JD Vance und seine Frau Usha Vance.
US-Vizepräsident JD Vance und seine Frau Usha Vance.© AFP | SAUL LOEB

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Nachfolge von Donald Trump nimmt früh Fahrt auf

Die Debatte über Vances politische Ambitionen wurde auch durch Äußerungen zu seiner Frau, Usha Vance, ergänzt, die ihren Hinduismus bewahrt hat, obwohl JD Vance vor einigen Jahren zum Katholizismus konvertierte. „Hoffe ich vielleicht irgendwann, dass sie von dem gleichen Gefühl berührt wird, das mich in der Kirche berührt hat?“, sagte JD Vance. „Ja. Das wünsche ich mir wirklich. Denn ich glaube an das christliche Evangelium und hoffe, dass meine Frau es eines Tages genauso sehen wird.“ Gleichzeitig machte er deutlich, dass dies eine persönliche Angelegenheit sei und er den freien Willen jedes Menschen respektiere.

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Die öffentliche Aufmerksamkeit um Vance und die Kirks zeigt, wie frühzeitig die Diskussion um die Nachfolge von Donald Trump Fahrt aufnimmt. Angesichts der politischen Ambitionen und persönlichen Dynamiken bleibt spannend, wie sich das Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur bis 2028 entwickelt.

mit dpa