Laut eines Berichts der norwegischen Zeitung „VG“ hat ein Gericht in Oslo am Montag entschieden, dass Marius Borg Høiby aus der Untersuchungshaft entlassen werden soll. Sein Mandant sei glücklich und erleichtert über die Entscheidung, erklärte Daniel Storrvik, einer von Høibys Anwälten. Allerdings hat die Staatsanwaltschaft umgehend Berufung gegen den Beschluss des Gerichts eingelegt, wie Staatsanwältin Oda Karterud gegenüber „VG“ bestätigte.
Der älteste Sohn der norwegischen Königin Mette-Marit sitzt seit Februar dieses Jahres in U-Haft. Sein Anwalt hatte immer wieder darauf hingewiesen, wie sehr die derzeitigen Haftbedingungen seinen Mandanten belasten würden. „Die derzeitige Untersuchungshaft-Situation ist anstrengend für Høiby“, sagte der neue Verteidiger des Norwegers, Alexander Greaker, dem Medium Nettavisen. „Die Belastung ist größer, als es in der Öffentlichkeit aussieht.“
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Seit dem Sommer verbringt der 29-Jährige die Untersuchungshaft allerdings bereits mit elektronischer Fußfessel zu Hause bei seiner Mutter und seinem Stiefvater, König Haakon VIII., auf Gut Skaugum.
Høiby war im Juni wegen zahlreicher Straftaten, darunter zwei Vergewaltigungen nach norwegischem Recht, zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Der Norweger hat das Urteil angefochten, ein Berufungsprozess soll im kommenden Februar starten. Neu aufgerollt werden dabei die Vorwürfe der Vergewaltigungen sowie der häuslichen Gewalt gegen eine Ex-Freundin.
fmg/dpa



