Eine 32-jährige Frau aus Kolumbien ist in der italienischen Hauptstadt Rom nach Angaben der Ermittler über einen Zeitraum von rund drei Tagen in einem verlassenen Gebäude festgehalten und wiederholt sexuell missbraucht worden. Die Polizei spricht von einem „Albtraum“, der sich in einem leerstehenden Komplex in der östlichen Peripherie der Stadt abgespielt haben soll. Fünf Männer wurden inzwischen festgenommen.
Nach der Rekonstruktion der Ermittler der Squadra Mobile Rom hatte die Frau die Stadt etwa zehn Tage vor der Tat erreicht. Am Abend des 19. Mai soll sie sich in der Nähe eines Restaurants aufgehalten haben, als sie einen Mann traf, dem sie gegenüber den Wunsch geäußert habe, Haschisch zu kaufen.
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36 Stunden in verlassenem Gebäude festgehalten
Unter dem Vorwand, den Kontakt herzustellen, habe der Mann sie zu Fuß an einen abgelegenen Ort gelockt. Dort sei die 32-Jährige nach Polizeiangaben gewaltsam in einen Lieferwagen gezerrt und anschließend in ein verlassenes Gebäude gebracht worden.
In dem Komplex, so die Ermittler, sei die Frau über rund 36 Stunden hinweg von mehreren Personen wiederholt vergewaltigt worden. Die Taten hätten sich in einem Umfeld von Gewalt, Drohungen und Einschüchterung abgespielt. Zusätzlich gehen die Ermittler davon aus, dass die Frau unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand, die ihr verabreicht worden sein sollen, wodurch ihre Gegenwehr erheblich eingeschränkt worden sei.
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Frau gelang die Flucht
Erst am dritten Tag ihrer Gefangenschaft gelang der Frau die Flucht. Sie nutzte nach bisherigen Erkenntnissen einen unbeobachteten Moment, floh aus dem Gebäude und erreichte halb entkleidet und unter Schock die Straße. Ein Passant alarmierte daraufhin den Notruf.
Die Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht. Dort stellten Ärzte deutliche Verletzungen fest, die mit den geschilderten Gewalteinwirkungen übereinstimmen. Zudem wurden Spuren von Betäubungsmitteln im Blut nachgewiesen.
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Großangelegte Polizeiaktion eingeleitet
Auf Grundlage der Aussagen der Frau konnten die Ermittler das Gebäude schnell lokalisieren und eine großangelegte Polizeiaktion einleiten. Beteiligt waren unter anderem Kräfte der Polizei, der Spurensicherung sowie Spezialeinheiten der Einwanderungsbehörde.
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Im Zuge des Einsatzes wurden 22 Personen ohne gültige Aufenthaltsdokumente angetroffen. Fünf von ihnen wurden von der Geschädigten später als mutmaßliche Täter identifiziert und festgenommen. Gegen sie wird unter anderem wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung und weiterer Straftaten ermittelt.





