Im Rechtsstreit zwischen Schauspielerin Collien Fernandes und ihrem Ex-Mann Christian Ulmen könnte es bald eine neue Wendung geben. Wie die spanische Staatsanwaltschaft unserer Redaktion bestätigte, könnte das Verfahren gegen Ulmen an deutsche Behörden abgegeben werden. Das geht auch aus einer Erklärung von Ulmens Anwalt Christian Schertz hervor.

Bislang sei der Fall inhaltlich noch nicht behandelt worden, es gehe derzeit allein um die Frage der gerichtlichen Zuständigkeit. Bis zur Entscheidung über eine mögliche Übertragung nach Deutschland bleibe das Verfahren ausgesetzt. „Die Staatsanwaltschaft hat der Richterin vorgeschlagen, die Ermittlungen in Deutschland durchzuführen“, teilte eine Pressesprecherin mit. Die Entscheidung soll in wenigen Tagen fallen.

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Vorwürfe gegen Ulmen: Ermittlungen sollen nach Deutschland verlegt werden

Collien Fernandes hatte Ulmen Anfang Dezember 2025 auf Mallorca angezeigt. Bei den Vorwürfen soll es unter anderem um digitalen Missbrauch gehen. In einem Instagram-Post von Fernandes ist die Rede von digitaler, sexualisierter Gewalt und Identitätsmissbrauch.

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Ulmen soll über einen Zeitraum von über zehn Jahren Fake-Profile von seiner Ex-Frau Collien Fernandes erstellt haben, um damit Männer zu kontaktieren, gefälschte Nacktfotos und Videos in ihrem Namen zu versenden und sich zu Telefonsex zu verabreden. Für den 50-Jährigen gilt die Unschuldsvermutung.

Zuerst hatte der „Spiegel“ über den Fall ausführlich berichtet und Fernandes mit den Worten zitiert: „Mir wurde über Jahre mein Körper geklaut.“ Ulmens Anwalt widersprach mehreren Punkten der Berichterstattung und kündigte rechtliche Schritte an.

Zur Berichterstattung im Fall Fernandes

Gegen Christian Ulmen stehen schwere Vorwürfe im Raum. Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes hat Ulmen in Spanien angezeigt, wegen mutmaßlicher Vortäuschung einer Identität, Verletzung von Geheimnissen, Beleidigung mit öffentlicher Verbreitung, fortgesetzter Misshandlung und schwerer Bedrohung. Um die Erstellung von Deepfake-Pornos ging es dabei ausdrücklich nicht. Die spanische Justiz hat die Strafanzeige von Collien Fernandes an Deutschland abgegeben. Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt derweil wegen Vorwürfen häuslicher Gewalt gegen Christian Ulmen.

Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Der Schauspieler weist die Vorwürfe zurück. Das Landgericht Hamburg hat Anfang Mai einen Großteil der im März erschienenen „Spiegel“-Berichterstattung für zulässig erklärt. Fernandes hatte darin die Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann öffentlich gemacht. Im Juni urteilte auch das Hanseatische Oberlandesgericht, der „Spiegel“ dürfe weiter über die Gewaltvorwürfe berichten.