Aus strafrechtlicher Sicht könnte es für Andrew Mountbatten-Windsor im Epstein-Skandal nun erstmals ernst werden: Hat der Ex-Prinz in seiner Funktion als Handelsgesandter vertrauliche Details mit Jeffrey Epstein geteilt? König Charles hat sich erstmals zu den neuen Enthüllungen geäußert und erklärt, der Buckingham Palace sei bereit, die Polizei bei der Prüfung der Vorwürfe gegen seinen Bruder zu unterstützen. Das berichtet BBC.
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„Der König hat in Worten und durch beispiellose Maßnahmen seine tiefe Besorgnis über die immer wieder auftauchenden Vorwürfe gegen Herrn Mountbatten-Windsor zum Ausdruck gebracht“, sagte ein Sprecher des Palastes. „Obwohl es Sache von Herrn Mountbatten-Windsor ist, sich zu den konkreten Vorwürfen zu äußern, sind wir, falls die Thames Valley Police mit uns Kontakt aufnimmt, selbstverständlich bereit, sie zu unterstützen.“
Polizei ermittelt: Ex-Prinz Andrew soll vertrauliche Informationen an Epstein weitergeleitet haben
Die Polizei prüft derzeit eine Beschwerde der monarchiekritischen Gruppe Republic, wonach der Ex-Prinz vertrauliche Informationen weitergegeben haben soll. Als Handelsgesandter soll Mountbatten-Windsor 2010 nach Besuchen in Singapur, Vietnam und Hongkong vertrauliche Informationen über Investitionsmöglichkeiten an Jeffrey Epstein weitergeleitet haben. Die E-Mail soll er nur fünf Minuten, nachdem er sie vom damaligen Sonderberater Amit Patel erhalten hatte, an Epstein gesendet haben. Auch als „vertraulich“ eingestufte Details zu Investitionsmöglichkeiten in Afghanistan soll Andrew mit Epstein geteilt haben.
Damit steht der Verdacht des Amtsmissbrauchs und der Verletzung von Staatsgeheimnissen im Raum, da Handelsgesandte eine Geheimhaltungspflicht bei offiziellen Besuchen besitzen. Mountbatten-Windsor war von 2001 bis Juli 2011 als Handelsgesandter des britischen Königreichs tätig und vertrat Geschäftsinteressen im Ausland.

Prinz Andrews Verbindung zu Epstein gilt als einer der größten Skandale in der Geschichte des britischen Königshauses und hat das Bild der gern als makellos inszenierten Fassade des Buckingham Palastes ins Wanken gebracht. Im neuen Datensatz zu Jeffrey Epstein, den das US-Justizministerium zuletzt veröffentlichte, sind neben kompromittierenden E-Mails des Ex-Prinzen auch Fotos von Mountbatten-Windsor öffentlich geworden, die ihn unter anderem dabei zeigen, wie er über einem weiblichen Körper kniet.



