Beim Louvre-Diebstahl im vergangenen Herbst war sie den Einbrechern kurz nach der Tat entglitten. Nun gibt es gute Nachrichten für die Krone von Kaiserin Eugénie: Sie wurde zwar stark beschädigt, kann jedoch nach Angaben des Museums vollständig restauriert werden. Das hat der Louvre in der vergangenen Woche in Paris bekannt gegeben.

Fotos zeigen, wie stark die ursprünglich mit 1354 Diamanten und 56 Smaragden besetzte Krone durch den Einbruch beschädigt wurde: Vier der acht sogenannten Palmetten haben sich gelöst und sind verformt. Diese sind eigentlich an zwei Punkten an der Basis der Krone und an einem Punkt an der Spitze des Schmuckstücks verbunden. Weil sie herausgebrochen sind, sieht die Krone aktuell zerknautscht aus. Der Reichsapfel aus Diamanten und Smaragden, ein Symbol kaiserlicher Macht, ist zur Seite gesunken. Nach Angaben des Museums ist er jedoch vollständig und intakt.

Nach Louvre-Einbruch: „Vollständige Restaurierung“ der Krone von Kaiserin Eugénie möglich

Vier Palmetten (links im Bild) sind aus der Krone von Kaiserin Eugénie herausgebrochen. Außerdem fehlen einige Diamanten und ein goldener Adler.
Vier Palmetten (links im Bild) sind aus der Krone von Kaiserin Eugénie herausgebrochen. Außerdem fehlen einige Diamanten und ein goldener Adler.© AFP | THOMAS CLOT

Außerdem sind alle Smaragde der Krone erhalten geblieben, es fehlen nur wenige Diamanten: Zehn sehr kleine Diamanten, die den Rand des Sockels geziert hatten, fehlen. Neun weitere haben sich gelöst, sind aber erhalten geblieben. Einer von acht goldenen Adlern, die versetzt mit den Palmetten an der Basis der Krone angebracht waren, ist verschwunden. Insgesamt ist jedoch „eine vollständige Restaurierung ohne Rekonstruktion oder Nachbildung“ möglich. „Es genügt, das Gerüst neu zu formen“, so das Fazit des Louvre.

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Louvre veröffentlicht Theorien zu Schäden an Diamanten-Krone

Das Museum hat Theorien, wie es zu den Schäden an der Krone gekommen ist: Schon beim Herausnehmen aus der Vitrine durch den relativ schmalen Schlitz, der mit einem Winkelschleifer erzeugt worden ist, muss demnach die Fassung der Krone verformt worden sein. Dadurch hätten sich die Ringe der Krone gelöst – einer davon ist bereits in der Galerie verloren gegangen. Dann muss das Schmuckstück wahrscheinlich „durch einen heftigen Aufprall“ zerdrückt worden sein.

Der Louvre will den königlichen Kopfschmuck restaurieren lassen und hat eine öffentliche Ausschreibung gestartet. Wenn alles gelingt, erstrahlt die Krone schon bald im früheren Glanz. Für den Prozess ist ein beratendes Expertengremium gegründet worden, besetzt mit Museumsdirektoren, einer Historikerin, einer Kuratorin für dekorative Kunst des Zweiten Kaiserreichs, einem Mineralogen und einem Experten für historische Metalle. Zusätzlich sind Experten aus den fünf traditionsreichen französischen Juwelierhäusern Mellerio, Chaumet, Cartier, Boucheron und Van Cleef & Arpels eingeladen, beratend zur Seite zu stehen.

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Am 19. Oktober 2025 waren vier Menschen in den Pariser Louvre eingebrochen. Sie stahlen acht Schmuckstücke im Wert von 88 Millionen Euro aus der napoleonischen Sammlung. Die mutmaßlichen Täter wurden festgenommen und sind in Untersuchungshaft. Die Krone von Kaiserin Eugénie ging den Einbrechern auf der Flucht verloren. Sie war von Napoleon III. in Auftrag gegeben worden, wurde für Kaiserin Eugénie de Montijo kreiert und auf der Pariser Weltausstellung 1855 präsentiert. Seit 1988 ist die Krone Teil der Sammlung des Pariser Louvre.