Ein riesiger Sonnenfleck hält Forscherinnen und Forscher derzeit in Atem. Mit einem Durchmesser von rund 15 Erden könnte er die Polarlichter erklären, die zuletzt auch über Deutschland zu sehen waren. Seit dem 30. Januar befindet sich der Sonnenfleck auf jener der Erde zugewandten Seite der Sonne. Er hat bereits massive Ausbrüche verursacht, die sich als dunkle Flecken auf der Sonnenoberfläche zeigen.
Der Sonnenfleck ist so groß, dass er sogar mit einem Fernglas oder Teleskop beobachtet werden kann – allerdings nur mit geeignetem Augenschutz. Wer ohne Filter direkt in die Sonne blickt, riskiert schwere Augenschäden bis hin zur Erblindung. Doch wie entstehen Sonnenflecken und sind in nächster Zeit weitere Polarlichter möglich?
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Sonnenflecken: Wie eine richtige Landschaft auf der Sonne entsteht
Der Sonnenfleck ist weniger ein einzelner Punkt als vielmehr eine ganze Fleckenlandschaft. Deshalb wird er auch als Sonnenfleckenregion AR 4366 oder RGN 4366 bezeichnet. Seit seiner ersten Sichtung am 30. Januar ist diese Region deutlich gewachsen, wie Beobachtungen der US-Wetterbehörde NOAA und des Space Weather Prediction Center zeigen.
RGN 4366 has become a complex sunspot group, however, despite producing solar flares from R1-R3 (Minor-Strong), there has been no clear evidence of any CMEs yet. This region will be the one to watch as the week continues. Stay space weather aware at https://t.co/TV7Yw6Lq1Y pic.twitter.com/2d3UmjYIg6
— NOAA Space Weather Prediction Center (@NWSSWPC) 1. Februar 2026
Die Aktivität ist enorm: Mehr als 20 starke Sonneneruptionen wurden bereits registriert, einige davon führten zu Funkstörungen auf der Erde, wie das Fachportal Space.com berichtet. Die Ausbrüche wurden den Klassen M und X zugeordnet – wobei X-Flares die stärkste Kategorie darstellen. Auch die NASA verweist auf die außergewöhnliche Aktivität und schreibt auf ihrer Website: „Die Sonne sendet starke Leuchtflammen aus.“
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Sonnenflecken: Warum die Punkte auf der Sonne so dunkel aussehen
Sonnenflecken sind vergleichsweise kühle Regionen in der Atmosphäre der Sonne. Weil ihre Temperatur niedriger ist als die der umliegenden Bereiche, erscheinen sie von der Erde aus dunkel. Sie entstehen dort, wo besonders starke Magnetfelder wirken. Diese können zu Sonneneruptionen mit koronalen Massenauswürfen (CMEs) führen. Dabei werden gewaltige Plasmawolken infolge abrupter Veränderungen im Magnetfeld der Sonne ins All geschleudert.
Trifft das Plasma auf das Magnetfeld der Erde, kann es geomagnetische Stürme auslösen, die für uns als Polarlichter sichtbar werden. Dann leuchten farbige Lichtschleier in Grün, Lila und weiteren Farben des Regenbogens am Himmel – so wie zuletzt auch über Teilen Deutschlands zu beobachten.
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In den kommenden Tagen dürfte der Sonnenfleck weitere Ausbrüche produzieren. Ob weitere Polarlichter auftauchen könnten, ist noch unklar. Allerdings könnten die Ausbrüche Funk- und Navigationssysteme stören und stellen auch ein Risiko für Astronautinnen und Astronauten dar. Der ursprünglich für den 8. Februar geplante Start der NASA-Mondmission Artemis 2 wurde inzwischen auf den 6. März verschoben. Damit besteht für die Crew vorerst keine akute Gefahr.
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Wie kann man Sonnenflecken beobachten?
Wer Sonnenflecken selbst beobachten möchte, braucht zunächst Geduld – und Sonnenschein. Noch wichtiger ist jedoch der richtige Schutz: Ein direkter Blick in die Sonne ohne Filter ist extrem gefährlich. Geeignet sind spezielle Finsternisbrillen oder Ferngläser und Teleskope mit Schutzobjektiv.
ari






