Hollywood-Star Bruce Willis weiß nichts von seiner fronttemporalen Demenz, wie seine Ehefrau Emma Heming-Willis in dem Podcast „Conversations With Cam“ verraten hat. Grund sei eine neurologische Begleitscherscheinung der Erkrankung namens Anosognosie. Und für diese sei sie dankbar. „Er hat nie den Zusammenhang erkannt, und darüber bin ich sehr froh“, sagte die 47-Jährige und sprach auch über den derzeitigen Gesundheitszustand des einstigen Schauspielers.
Bei einer Anosognosie können Betroffene die eigene Krankheit nicht erkennen. Oft denken Außenstehende auch, die Erkrankten leugnen ihre eigenen Beschwerden. Doch dem widersprach Heming-Willis vehement: „Es ist keine Verleugnung. Es ist einfach so, dass sich das Gehirn verändert. Das ist Teil der Krankheit.“
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Emma Heming-Willis: Bruce ist körperlich noch sehr präsent
Die 47-Jährige und der gebürtige Deutsche sind seit 2007 ein Paar. Neben den gemeinsamen Töchtern Evelyn (11) und Mabel (13) hat Willis noch drei mittlerweile erwachsene Kinder aus der Ehe mit Demi Moore. Seitdem bei Willis im Februar 2023 Demenz diagnostiziert wurde, veröffentlichen sowohl Heming-Willis als auch Moore immer wieder Videos von ihrer Patchwork-Familie und teilen private Einblicke vom Leben mit dem erkrankten Willis, der seit letztem Jahr getrennt von seiner Ehefrau in einem separaten Haus lebt und rund um die Uhr betreut wird.
Derzeit sei Willis körperlich noch sehr präsent. „Er hat eine Art, mit mir und unseren Kindern in Kontakt zu treten, die vielleicht nicht dieselbe ist, wie man mit einem geliebten Menschen in Kontakt tritt, aber sie ist trotzdem sehr schön“, sagte Heming-Willis. Bevor die fronttemporale Demenz diagnostiziert wurde, dachte sie nach eigenen Aussagen sogar über eine Scheidung nach. „Man denkt an Scheidung, und dann erhält man endlich eine Diagnose, und plötzlich ergibt alles einen Sinn.“
Als John McClane war der heute 70-Jährige erst vor wenigen Wochen wieder omnipräsent in deutschen Wohnzimmern. Der Actionfilm „Stirb Langsam“ gehört zu den „Klassikern“ in der Weihnachtszeit und begleitet Willis als furchtlosen Polizisten auf Gangsterjagd. Im realen Leben war die zurückliegende Weihnachtszeit für ihn und seine Familie weniger von Spannung und Action als von kostbaren Momenten geprägt.
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Ehefrau von Bruce Willis gibt seltene Einblicke in Privatleben
In einem langen Essay mit dem Titel „Die Feiertage sehen jetzt anders aus“ gewährte Heming-Willis auf ihrer eigenen Internetseite tiefe Einblicke in das Zusammenleben mit ihrem erkrankten Mann. In Rückschau auf das Jahr 2025 schrieb Heming-Willis: „Wenn man jemanden mit Demenz pflegt, kann diese Reflexion besonders schmerzlich sein. Traditionen, die einst so mühelos waren, erfordern Planung – viel Planung. Momente, die einst unbeschwerte Freude brachten, können plötzlich von Trauer überschattet sein. Ich weiß das, weil ich es selbst erlebe.“
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Willis habe die Feiertage und die damit verbundenen Traditionen immer geliebt, sei der Pfannkuchenbäcker der Familie und Unterhalter für die Kinder gewesen. „Es war beruhigend, genau zu wissen, wie der Tag verlaufen würde, besonders da ich ein Gewohnheitstier bin. Die Demenz löscht diese Erinnerungen nicht aus. Aber sie schafft eine Distanz zwischen damals und heute. Und diese Distanz kann schmerzen“, schreibt Heming-Willis.
Erst im vergangenen Jahr teilte das Ex-Model in ihrem Buch „Eine ganz besondere Reise“ persönliche Erfahrungen als Angehörige eines Demenzerkrankten und die damit verbundenen Herausforderungen.







