Im Mordfall des achtjährigen Fabian aus Güstrow deutet alles darauf hin, dass die Ermittlungen bald abgeschlossen werden könnten. Wie Oberstaatsanwalt Harald Nowack gegenüber dem Nachrichtenportal „t-online“ erklärte, rechnet die Staatsanwaltschaft derzeit mit einem Abschluss der Ermittlungen im Februar, deutlich früher als zunächst angekündigt.
Fabian war am 10. Oktober aus der Wohnung verschwunden, in der er mit seiner Mutter lebte. Vier Tage später wurde seine Leiche an einem Tümpel im rund 15 Kilometer entfernten Klein Upahl gefunden. Im November nahm die Polizei eine Frau wegen Mordverdachts fest. Es handelt sich dabei um Gina H., die Ex-Freundin von Fabians Vater. Für sie gilt die Unschuldsvermutung.
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Nach Angaben der Staatsanwaltschaft bestehen weiterhin „dringende Tatverdachtsmomente“ gegen die Beschuldigte. Insgesamt haben die Ermittler seit Oktober fast 1.000 Spuren ausgewertet, darunter auch solche am auffälligen orangefarbenen Pick-up der Frau. „Wir haben alle Zeugen gehört, die in diesem Fall etwas zu sagen hatten“, betonte Nowack.
Ermittler schließen weitere Tatbeteiligte
Brisant sind zudem zwei Zeugenaussagen, wonach zwei Männer der Polizei gemeldet haben sollen, dass sie bereits vor dem offiziellen Fund von Fabian zu dessen Leiche geführt worden seien. Der Sender „RTL“ hatte im Dezember zuerst über die Hinweise berichtet. Demnach habe Gina H. die Identität des Jungen bestätigt, nachdem einem der Zeugen ins Gesicht geleuchtet worden sei.
Die Ermittler schließen weitere Tatbeteiligte aus: „Es gibt nur eine Beschuldigte“, stellte Nowack gegenüber dem Nachrichtenportal klar. Unklar bleibt jedoch weiterhin die Tatwaffe. Zwar sei bekannt, wie Fabian getötet wurde, doch von der Waffe selbst fehlt jede Spur, und mehrere Durchsuchungen seien bislang ergebnislos verlaufen.
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Gina H. macht bislang von ihrem Schweigerecht Gebrauch. Ihr Anwalt Andreas Ohm bestätigte gegenüber „t-online“, dass aktuell keine weiteren Vernehmungen geplant seien. „Meine Mandantin geht weiterhin davon aus, dass sie auf freien Fuß kommt“, sagte Ohm.









