- Vieles nach dem verheerenden Feuer in Crans-Montana ist noch unklar
- Wieso forderte das Unglück im Schweizer Skiort so viele Tote?
- Die Kantonsregierung spricht von einem „Flashover“
Inzwischen sind sich die Behörden sicher: Die Brand-Katastrophe im Schweizer Skiort Crans-Montana, bei der in der Silvesternacht mindestens 40 Menschen getötet wurden, war ein Unfall. Zuvor hatte es Spekulationen um einen möglichen Anschlag gegeben – auch, weil Augenzeugen von einer Explosion berichten. Doch zu der kam es wohl erst durch das Feuer.
Derweilen kursiert eine Theorie, wieso so viele Menschen starben und nicht flüchten konnten. Die Kantonsregierung des Wallis schrieb in einer Mitteilung von einem „Flashover“ in der Bar, nannte aber keine Quelle für diese These. Die ermittelnde Staatsanwältin Beatrice Pilloud sagte später lediglich, der gesamte Raum habe Feuer gefangen und das habe zu einer Explosion geführt.
Mit einem „Flashover“ ist ein plötzlicher, explosionsartiger Übergang von einem lokal begrenzten Feuer zu einem Vollbrand gemeint. Innerhalb weniger Sekunden kann dabei ein gesamter Raum in Flammen stehen.
Auch interessant
Feuer in „Le Constellation“: Extreme Temperaturen können zu „Flashover“ führen
Ausgelöst wird er, wenn sich in einem Zimmer brennbare Gase und Rauch ansammeln und die Temperatur stark ansteigt. Erreicht die Hitze schließlich etwa 500 bis 600 Grad Celsius, entzünden sich nahezu alle brennbaren Materialien gleichzeitig. In der Bar in Crans-Montana, in der viel Holz verbaut war, könnte das katastrophale Folgen gehabt haben.
Typische Anzeichen dafür, dass es zu einem Flashover kommen könnte, ist dichter, schwarzer Rauch, der sich häufig unter der Decke sammelt. Von solchem Berichten auch Augenzeugen des Feuers in der Schweiz.
Unklar ist derweil noch, wie es zu dem Feuer kommen konnte. Zeugen berichten sowohl über Tischfeuerwerk, als auch über Kerzen in Champagnerflaschen, die die Holzdecke in der Bar in Brand gesteckt hätten. Die Behörden ermitteln derzeit nach eigenen Angaben in alle Richtungen. Die Berichte wollten sie zunächst allerdings weder bestätigen noch dementieren.




