Sie wollten ausgelassen den Beginn des neuen Jahres feiern. Doch für zahlreiche Menschen im Schweizer Nobel-Skiort Crans-Montana wurde die Silvesternacht zu einer Katastrophe: In der zentral im Ort gelegenen Bar „Le Constellation“ brach etwas über eine Stunde nach Mitternacht ein Feuer aus, durch das mindestens 40 Menschen getötet wurden. Rund 115 weitere sind verletzt, zum Teil schwer.

Was genau zu dem Inferno geführt hat, ist derzeit noch Teil der Ermittlungen. Augenzeugen berichten allerdings davon, dass die Holzdecke des Lokals Feuer gefangen habe. Die Rede ist von Kerzen oder Wunderkerzen, die an Champagnerflaschen befestigt gewesen sein sollen. Die genaue Brandursache ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen.

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Feuer-Katastrophe bei Silvesterfeier: Zeuge spricht von „Szenen wie im Krieg“

Das, was in den Minuten danach passierte, beschreibt ein Augenzeuge gegenüber dem Schweizer „Tagesanzeiger“ als „Szenen wie im Krieg“. In der Bar, in der zuvor noch in modernem Ambiente mit viel Holz und Stein gefeiert, wo vor dem DJ-Pult getanzt und an der schicken Bar angestoßen worden war, brach Panik aus.

Ein Mann, der in der Nacht der Katastrophe als Ersthelfer vor Ort war, sprach gegenüber dem Schweizer „Blick“ von Chaos. Es seien sehr junge Menschen gewesen, die aus der Bar kamen. „Wir haben versucht, ihnen bestmöglich zu helfen, sie zuzudecken, weil sie keine Kleidung mehr hatten“, berichtet er weiter. Die Menschen im Inneren des Lokals seien „bei lebendigem Leibe verbrannt“.

Von einer „schwarzen Wolke“ berichtet ein junger Gast des „Le Constellation“, der sich retten konnte. Zunächst habe er an einen Scherz gedacht, doch dann „konnten wir nicht mehr atmen“, schildert er seine Erlebnisse. „Dann hieß es ‚raus, raus‘, aber da war eine Menschenmenge, deshalb konnten wir nicht raus. Also haben wir versucht, uns zu verstecken.“ Schließlich habe er ein Fenster eingetreten und sei geflüchtet.

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Augenzeuge berichtet von verzweifelten Eltern, die ihre Kinder suchten

Ein 18-Jähriger, der den Abend in einer nahegelegenen Bar verbracht hatte, schildert derweil, er habe Menschen mit verbrannten Gesichtern am Boden liegen sehen. Viele Eltern seien nach dem Brand rund um das „Le Constellation“ unterwegs gewesen, um ihre Kinder zu suchen.

DRAME CRANS MONTANA
Ein Augenzeuge wird nach dem Brand in Crans-Montana in der Schweiz interviewt.© IMAGO/MAXPPP | IMAGO/Tom Pham Van Suu

Zum Teil seien Verletzte auf improvisierten Tragen aus Barmöbeln aus der Bar getragen worden, berichtet ein Mitglied des Zivilschutzes gegenüber dem Portal „24heures“. Die Leichen seien direkt am Eingang auf den Boden gelegt worden. „Einige Feuerwehrleute weinten.“