Ein massiver Stromausfall hat am Wochenende große Teile von San Francisco getroffen und die Hightech-Metropole vor ungewohnte Probleme gestellt. Rund ein Drittel der Stadt war zeitweise ohne Strom. Besonders auffällig: Zahlreiche fahrerlose Robotaxis blieben mitten im Verkehr stehen und sorgten für Staus und Verunsicherung.
In sozialen Netzwerken verbreiteten sich Videos, die das Ausmaß des Chaos zeigen. „Er steckt fest!“, sagt ein Mann in einem Clip, während vor ihm ein autonomes Fahrzeuge eine Kreuzung blockiert. Die Warnblinker leuchten, doch das Auto bewegt sich nicht mehr weiter.
Power outage took out the waymos RIP pic.twitter.com/DPte8oOGku
— Vincent Woo (@fulligin) December 21, 2025
Während Blackout: Technik stößt auf ihre Grenzen
Betroffen war die Flotte des Anbieters Waymo, einer Tochter des Google-Mutterkonzerns Alphabet. Normalerweise sind die weißen Fahrzeuge fester Bestandteil des Stadtbilds und fahren weitgehend selbstständig durch San Franciscos Straßen. Während des Blackouts schien die Technik jedoch an ihre Grenzen zu stoßen. Teilweise reihten sich mehrere Robotaxis an Kreuzungen aneinander, insbesondere dort, wo Ampeln ausgefallen waren.
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Wegen des Verkehrschaos stellte Waymo seinen Fahrdienst vorübergehend ein. Wie US-Medien berichten, geschah dies auf Bitte des Bürgermeisteramts. Abschleppdienste mussten mehrere Fahrzeuge von der Straße entfernen. In einer Stellungnahme erklärte Waymo, dass das Ausmaß der Störung dazu geführt habe, dass Fahrzeuge länger als üblich anhielten, um Kreuzungen zu überprüfen, was wiederum den Verkehr zusätzlich behinderte.
130.000 Menschen ohne Strom
Warum die selbstfahrenden Autos so empfindlich auf den Stromausfall reagierten, ist noch nicht abschließend geklärt. Zwar sind Robotaxis grundsätzlich nicht auf funktionierende Ampeln angewiesen, doch offenbar spielten mehrere Faktoren zusammen. Medienberichten zufolge fielen auch Mobilfunkmasten aus, was den Zugriff auf Verkehrsdaten sowie den Fernzugriff auf die Fahrzeuge erschwert haben könnte.
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Der Stromausfall selbst traf rund 130.000 Kundinnen und Kunden des Energieversorgers PG&E – etwa ein Drittel der Stadt. Als mögliche Ursache nannte das Unternehmen ein Feuer in einem Umspannwerk. In einigen Vierteln blieben Geschäfte und Restaurants geschlossen, U- und Straßenbahnstationen stellten den Betrieb zeitweise ein. „Es fühlte sich an wie in einem dystopischen Film“, sagte ein Passant dem Lokalfernsehen.
Großteil der Stromversorgung wiederhergestellt
Auch für Besucherinnen und Besucher der Stadt hatte der Blackout spürbare Folgen. „Die Straßenbeleuchtung war aus, der Verkehr chaotisch – vieles von dem, was wir vorhatten, wurde abgesagt“, berichtete eine Frau, die zum Weihnachtsshopping nach San Francisco gekommen war.
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Im Laufe des Sonntags wurde ein Großteil der Stromversorgung wiederhergestellt. Am Abend waren nach Angaben von Bürgermeister Daniel Lurie noch rund 14.000 Haushalte ohne Strom. Spätestens bis Montagnachmittag, so der Energieversorger, soll das Netz wieder vollständig stabil sein.




