Als eine Unternehmerin aus Deutschland am Sonntag vom Einbruch in das weltbekannte Pariser Museum Louvre erfuhr, staunte sie nicht schlecht: Sie erkannte auf den Fotos, die zahlreiche Zeitungen dazu verbreiteten, sofort ein essenzielles Tatwerkzeug wieder. Der von den Dieben genutzte Möbelaufzug gehört zum Produktportfolio ihres Unternehmens: ein Möbelaufzug der Firma Böcker Maschinenwerke – Modell „Agilo“.
„Wir haben unseren Möbelaufzug sofort erkannt“, sagte Julia Scharwatz der „Bild“-Zeitung. Sie führt gemeinsam mit ihrem Mann Alexander Böcker das Unternehmen mit Sitz in Werne (Nordrhein-Westfalen). Neben Möbelaufzügen vertreiben sie auch Autokrane und Bauaufzüge an Unternehmen, die diese dann an Kunden vermieten.
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Sie seien erst einmal schockiert von der Tat gewesen, „und davon, dass jemand eines unserer Geräte zweckentfremdet“, sagte Scharwatz. „Als dann klar war, dass niemand zu Schaden gekommen ist, haben wir angefangen, darüber zu witzeln, wie wir wohl einen lustigen Post für Social Media darüber formulieren würden.“

Mit ihrem kurz darauf erschienen Beitrag in sozialen Netzwerken ernteten sie einige Lacher. „Wenn's mal wieder schnell gehen muss“, schrieben sie unter ein Bild des Möbelaufzugs, der vor dem Louvre stand. Und fügten Informationen über das Fahrzeugmodell hinzu: „Der Böcker Agilo befördert eure bis zu 400 kg schweren Schätze mit 42 m/min – flüsterleise Dank 230 V E-Motor.“
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Deutsche Firma verwandelt schockierendes Detail des Louvre-Einbruchs in Werbecoup
Die Kommentare unter dem Instagram-Beitrag sind überwiegend positiv. „Ich liebe gutes Marketing“, heißt es dort, oder: „Sauber, so geht Werbung!“ Ein Nutzer zieht einen Vergleich zu einem anderen deutschen Unternehmen, das für freche Werbekampagnen im Zusammenhang mit Fahrzeugen bekannt ist: „Leute, habt ihr die Social-Media-Abteilung von Sixt übernommen?“ Es ist mit 13.000 „Gefällt mir“-Angaben der wohl beliebteste Beitrag des Unternehmens auf Instagram.
Zu der Frage, wie die Einbrecher in Frankreich an das Fahrzeug gekommen sein könnten, hat Scharwatz eine Theorie: „Wir haben den Aufzug vor Jahren an einen Kunden in Frankreich verkauft, der hat ihn dann weitervermietet“, sagte sie der „Bild“-Zeitung. Das Firmenlogo haben die Täter dann offenbar abgekratzt und die Kennzeichen ausgetauscht. „Es soll so gewesen sein, dass er potenzielle Käufer eingewiesen hat und die das Fahrzeug dann einfach entwendet haben.“



