Nachdem in der Nähe von Güstrow ein totes Kind gefunden wurde, bei dem es sich den Ermittlern zufolge vermutlich um den vermissten achtjährigen Fabian handelt, hat die Obduktion Gewalteinwirkungen festgestellt. Das bestätigte die Rostocker Staatsanwaltschaft am Donnerstagmorgen.
Der Rostocker Staatsanwalt Harald Nowack erklärte zuletzt, ein Fremdverschulden könne nicht ausgeschlossen werden. Zuvor hatte es Berichte über ein mögliches Mobbing des Vermissten gegeben.
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Der Nordkurier hatte am Montag zudem von einem Polizeisprecher die Bestätigung erhalten, Fabian sei in der Schule gemobbt worden. Am Tag vor seinem Verschwinden habe sich der Junge wegen Unwohlsein und Nasenbluten aus der Schule abholen lassen. Am Freitag sei er dann zu Hause geblieben.

Das Schweriner Bildungsministerium sieht die Situation anders. Eine Sprecherin betonte, Fabian sei ein geschätzter und beliebter Mitschüler. Die Klassengemeinschaft zeichne sich durch eine positive Lernatmosphäre aus, in der sich die Schülerinnen und Schüler wohlfühlen. Hinweise darauf, dass Mobbing eine Rolle spielen könnte, entsprächen laut Ministerium nicht den Tatsachen.
Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Rostock äußerte sich ebenfalls zu den Spekulationen. „Wir haben keine Erkenntnisse über Mobbing an der Schule“, sagte Harald Nowack dem Stern. Zudem habe es keine Hinweise darauf gegeben, dass das Kind am Freitag mit Freunden unterwegs gewesen sei. Die Ermittlungen liefen derzeit „in alle Richtungen“.
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Ob tatsächlich ein Fall von Mobbing vorliegt, müssen Polizei und Staatsanwaltschaft noch untersuchen. Außerdem steht weiterhin die eindeutige Identifikation des gefundenen toten Kindes aus.
mit dpa








