Schwere Anschuldigungen gegen den Vater von Elon Musk (54): Wie die „New York Times“ berichtet, wird dem 79 Jahre alten Errol Musk vorgeworfen, seit dem Jahr 1993 fünf seiner Kinder und Stiefkinder sexuell missbraucht zu haben. Die Zeitung beruft sich in ihrer Recherche auf Polizei- und Gerichtsakten, persönliche Korrespondenzen, Angaben von Sozialarbeitern und Interviews mit Familienmitgliedern.

Die erste Anschuldigung stammt aus dem Jahr 1993, als Errol Musks damals vierjährige Stieftochter Verwandten in Südafrika erzählt habe, der Stiefvater habe sie im Haus der Familie berührt. Einige Familienmitglieder hätten Errol Musk zudem vorgeworfen, zwei seiner Töchter und einen Stiefsohn missbraucht zu haben.

Erst 2023, schreibt die „New York Times“, versuchten Familienmitglieder und ein Sozialarbeiter einzugreifen, nachdem sein damals fünfjähriger Sohn ausgesagt hatte, sein Vater habe ihm ans Gesäß gefasst. Elon Musk selbst verließ Südafrika bereits im Jahr 1989 und zog nach Kanada, als er 17 Jahre alt war.

Schwere Vorwürfe gegen Vater von Elon Musk

Laut Polizei- und Gerichtsakten sowie Angaben von Familienangehörigen wurden drei separate polizeiliche Ermittlungen eingeleitet. Zwei der Ermittlungen wurden abgeschlossen, während im dritten Fall unklar ist, was passiert ist. Der in Südafrika lebende Errol Musk wurde bisher nicht verurteilt.

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Die Missbrauchsvorwürfe sorgten dem Bericht zufolge innerhalb der Musk-Familie für Streit. Einige Verwandte wandten sich Hilfe suchend an Elon Musk. Er ist das älteste Kind von Errol Musk, die Vorwürfe stehen offenbar nicht in direktem Zusammenhang mit seiner Person. Um das Jahr 2010 schrieb ein Verwandter laut „Times“ dem heutigen Tech-Milliardär einen fünfseitigen Brief über einige der Vorwürfe und flehte ihn an, einzugreifen. „Wir brauchen in diesen Angelegenheiten wirklich deinen Rat, deine Hilfe und deine Anweisung, weil wir diese Kinder täglich leiden sehen“, schrieb der Verwandte in dem Brief, der der „Times“ vorliegt.

Es ist unklar, ob Elon Musk den Brief gelesen hat, schreibt die Zeitung. Ein Assistent von ihm habe jedoch ein Familienmitglied kontaktiert, nachdem ihm Verwandte über die Missbrauchsvorwürfe geschrieben hätten.

Vater habe „fast alles Böse getan, was man sich nur vorstellen kann“

Errol Musk bestreitet die Vorwürfe. „Die Berichte sind falsch und absoluter Unsinn“, sagte er auf Anfrage der „Times“. Er behauptet, die Anschuldigungen seien von Familienmitgliedern erfunden worden, die „die Kinder dazu brachten, falsche Dinge zu sagen“, und dass sie versuchten, Geld von Elon Musk zu bekommen.

Er fügte hinzu, dass er ein gutes Verhältnis zu Elon Musk habe und sie sich „sehr nahe“ stünden. Elon Musk und sein persönlicher Anwalt reagierten nicht auf Anfragen. 2017 brach der Milliardär in Tränen aus, als er dem „Rolling Stone Magazin“ erzählte, sein Vater habe „fast alles Böse getan, was man sich nur vorstellen kann“. In einer autorisierten Biografie von Walter Isaacson aus dem Jahr 2023 sagte Elon Musk, er stehe nicht mit Errol Musk in Kontakt.

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