Wegen des sich nähernden Super-Taifuns „Ragasa“ haben die Behörden auf den Philippinen und in Taiwan Evakuierungen angeordnet. Es dürfe bei der Evakuierung von Familien aus Gefahrenzonen keine Zeit verloren werden, erklärte der philippinische Innenminister Jonvic Remulla am Sonntag. Der Sturm verstärke sich schnell und werde voraussichtlich am Dienstagnachmittag auf die dünn besiedelten Batanes- oder Babuyan-Inseln treffen, teilte die Wetterbehörde mit.
Im Zentrum des Sturms wurden am Sonntag Windgeschwindigkeiten von 185 Kilometern pro Stunde mit Böen von bis zu 230 Kilometern pro Stunde gemessen. Der philippinische Wetterexperte John Grender Almario warnte angesichts des Tropensturms vor möglichen schweren Überschwemmungen und Erdrutschen auf der nördlichen Insel Luzon.
Taiwan: Am Sonntagabend gibt es wohl eine Taifunwarnung
Die Behörden in Taiwan kündigten wegen des sich nähernden Sturms die Evakuierung von fast 300 Menschen aus der Region Hualien im Osten Taiwans an. Die Zahl könne sich je nach Entwicklung des Taifuns ändern. Der Wetterdienst erklärte, dass voraussichtlich am Sonntagabend eine Taifunwarnung ausgesprochen werde. Der Taifun werde sich am Montagmorgen der Küste Taiwans nähern.
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Zwischen Juli und Oktober wüten in der Region regelmäßig Tropenstürme. Der Klimawandel trägt dazu bei, dass sich die Stürme immer näher an den Küsten bilden, schneller an Stärke zunehmen und länger über Land bleiben.
Super-Taifun „Ragasa“: Sturm mit Tempo 200 rast auf Millionen-Städte zu
Auch Chinas zentrale Wetterbehörde erwartete Stand Sonntag, dass sich der Sturm als Super-Taifun der höchsten Stufe 17 auf den Süden des Landes mit Spitzenwerten von Tempo 200 und mehr zubewegen wird. Am Mittwoch könnten die Menschen an der Küste der Provinz Guangdong mit Millionenstädten wie Guangzhou oder Shenzhen laut der Vorhersage den Sturm zu spüren bekommen.
Die Wetterbeobachtung der dort angrenzenden chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong warnte bereits, dass das Meer so stark anschwellen könnte wie bei den tödlichen Rekord-Taifunen „Hato“ 2017 und „Mangkhut“ 2018 und schwere Überschwemmungen verursachen könnte. Die Finanzmetropole rechnete auch mit starken Böen. Vorsorglich boten Airlines Passagieren mit Ziel oder Abflug ab Hongkong an, Flüge umzubuchen. Einige Verbindungen wurden bereits gestrichen.
AFP/dpa/dw



