Die Niederlande werden wohl auch im kommenden Jahr bei einer Teilnahme Israels nicht beim ESC mitmachen. Die bisher für den ESC verantwortliche Rundfunkgesellschaft Avrotros lehnt erneut ab, sich an dem Musikwettbewerb zu beteiligen. Nach Angaben des Senders ist der ESC „nicht mehr neutral“.
Der Generaldirektor der öffentlich-rechtlichen Rundfunkgesellschaft, Taco Zimmerman, begründete die Entscheidung damit, dass sich internationale Konflikte zunehmend auf den Wettbewerb auswirkten. Der Eurovision Song Contest sei damit zu einer „Plattform für Spaltung“ geworden.
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Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten hätten zu große Auswirkungen auf den Wettbewerb, teilte der Sender mit. Die Maßnahmen, die der Veranstalter, die European Broadcasting Union (EBU), ergriffen hätten, reichten nicht aus, um „den unabhängigen und neutralen Charakter des Songcontests wiederherzustellen“.
Es ist noch unklar, ob der öffentlich-rechtliche Rundfunk NPO einen anderen Sender findet, der die Auswahl eines ESC-Beitrages sowie die Ausstrahlung des Wettbewerbs übernehmen will. NPO äußerte Verständnis für die Entscheidung von Avrotros, der traditionell für den ESC verantwortlich ist.
Die Niederlande sind Gründungsmitglied und fünfmaliger Gewinner des ESC. Bei der vorigen Ausgabe in Wien hatten die Niederlande gemeinsam mit vier anderen Ländern wegen der umstrittenen Teilnahme Israels nicht teilgenommen. Der nächste ESC findet im Mai 2027 in Burgas an der bulgarischen Schwarzmeerküste statt. (dpa/fmg)



